Druckschrift 
Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
Seite
115
Einzelbild herunterladen

rer Bierreis nken und ge

99

Weil an diesem Sonntag in der Fabrik ein Kessel platzte. Drei Mann wurden so schwer verletzt, daß wir sie gegen zehn Uhr morgens ins Ludwigshütt Hospital beförderten."

zu überrede

,, Das wäre ja Anlaß genug, den Tag genau in Erinnerung zu behalten", eich und gabemerkte Dr. Schildwächter.

bend abhole

er Feuerweh in Ordnum gehört.

Bte, er würd

Daren; außer r Fahrt nad

Zeugen?" fragte Professor Weber kurz.

,, Jawohl, Herr Professor. Ich kann zwei Personen nennen: Fabrik­direktor Achenbach und die Oberschwester vom Krankenhaus, Anna Pletsch. Die Namen der Verunglückten weiß ich nicht mehr."

Dr. Schildwächter war bereit, die Vernehmung der genannten Zeugen zu veranlassen. Heinrich Gercke wurde abgeführt. Die beiden Juristen waren allein.

,, Herr Doktor, sollen wir die Angelegenheit weiter besprechen?" acht?" frag fragte der Rechtsgelehrte.

der Helm n hmich, scho Weise in Ord

wächter Adar die Helmge

aben voll un s Verschulde Heinrich ver ereit.

I der Strafal gsstücken ge

pielte!"

mwir alle de

,, Natürlich, Herr Professor."

99

Warum wurde die Sache nicht vorher untersucht? Unter uns gesagt: Dann wäre es wahrscheinlich niemals zur Verhaftung dieses Mannes gekommen. Im übrigen würden Sie mir einen persönlichen Gefallen er­weisen, wenn Sie, da ich nun einmal hier bin, sowohl den Direktor Achenbach als auch die Oberschwester Anna Pletsch vernähmen." Die Zeugen wurden telephonisch vorgeladen.

-

Während man auf sie wartete, suchte Dr. Schildwächter das amtliche Vorgehen im Interesse der wahren Demokratie' zu rechtfertigen.

Professor Weber hingegen führte ihm vor Augen, daß die Demokratie in Gefahr käme, wenn man die kleinen Leute unter den National­sozialisten maßregele-, andererseits die weit gefährlicheren Ober­bonzen auf ihren Posten lasse-, mit der fadenscheinigen Begründung, sie zu benötigen, um den Wirtschafts- und Verwaltungsapparat aufrecht­zuerhalten. Solche Fälle höre ich täglich...

Der Begriff, Demokratie' darf nicht mißbraucht werden. Es ist auch Mißbrauch, so zu tun, als ob in Deutschland heute demokratischer vor­gegangen werde als in irgendeinem anderen Lande. Im politischen Leben te Dr. Schild ist alles wie auf Sand gebaut, wenn es nicht vom wahren demokratischen

häftigt." wissen, daß S

Geist durchdrungen ist.

Leider, leider gibt es auch heute noch viele Menschen, die es im Augen­blick für geraten halten, sich ein Mäntelchen umzuhängen... Das ist ein Problem für sich, das noch viel zu denken und noch mehr zu handeln geben wird... Geheuchelte Demokratie ist der Tod der politischen Freiheit und Wegbahner für die Diktatur... Glauben Sie mir das, Herr

Doktor."

115