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; den Auf-
geben... Ganz besonders seine Mutter. Mutterliebe— Mutterpflichten
.E His ins tiefe Grab...“
„Ja, ja, Herr Professor, alles schön und gut; aber das alles mitmachen und erleben; das Herz verkrampft sich mehr als einmal...“
„Ich weiß noch nicht, was Ihrem Sohn jetzt zur Last gelegt wird— aber was immer es auch sein mag, um seinen Kopf haben wir diesmal nicht zu fürchten... Von hier aus gehe ich zum Gericht, und auf meinem Rückweg will ich Sie noch einmal aufsuchen. Dann kann ich Ihnen wahr- scheinlich schon sagen, was man Ihrem Sohn vorwirft und Ihnen meine Ansicht über den Fall unterbreiten... Jedenfalls— Verzweiflung ist nicht am Platze!“
Frau Gercke schüttelte ihm dankbar die Hand. Sie schien viel be- ruhigter zu sein.
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Professor Weber ließ sich bei dem Untersuchungsrichter Dr. Schild- wächter anmelden.
Nach einer privaten Unterhaltung kamen die Herren auf den Fall Heinrich Gercke zu sprechen. Dr. Schildwächter übergab dem Professor die bereilliegenden Akten zur Einsicht. Letzterer vertiefte sich in die vielen Schriftstücke und wartete dann, bis Dr. Schildwächter ihm wieder zur Verfügung stehen konnte. Der Gelehrte war sichtlich empört. Er machte nicht einmal den Versuch, seinen Unwillen zu verbergen.
„Wer hat die Stirn, zu verantworten, was hier geschah, Herr Doktor? Wer kann die Verhaftung auf Grund solcher Beschuldigungen recht- iertigen,— die Festnahme eines Menschen, der am gleichen Tage von dem entsetzlichen Verdacht einer Mordtat einstimmig freigesprochen wurde? Verhaftet,— weil er sich angeblich als SS-Mann der Lächerlich- machung der Kirche schuldig gemacht und dadurch das Gefühl des reli- giösen Bürgers verletzt hätte... Ferner habe er sich gegen das Eigen- tumsrecht der Stadt X-Burg vergangen, indem er widerrechtlich einen ihrer Feuerwehrhelme nahm? Äußern Sie sich doch selbst, Herr Doktor! Finden Sie, daß es sich hier um Gründe handelt, die diese Verhaftung erforderlich machten?“
Der Untersuchungsrichter räusperte sich mehrmals, als schiene ihm die Antwort im Halse zu würgen. Dann erwiderte er:
„Herr Professor, muß ich Ihnen beweisen, wie diese SS und SA usw. sich vergingen, daß es geradezu eine Schande wäre, wenn man sie nicht zur Rechenschaft zöge, wo und wann man ihrer habhaft werden kann. Gerade dieser Fall Gercke zeigt uns, zu welchen Rohheiten diese Ge- sellen fähig waren. Ich war nie ein Politiker und will auch nie einer
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