Druckschrift 
Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
Seite
90
Einzelbild herunterladen

,, Umso schlimmer blieb er außerhalb der Familie von der Naziidee

Zwei ame

umgarnt, bis er schließlich, wie seine Eltern das vermuten, hauptsäch- dessen Fan

lich unter dem Einfluß einer Frau, die er liebte, ein SS- Mann wurde."

,, All das kann ihm niemals vor dem Gesetz von der Untat, einen Men­schen niedergestochen zu haben, freisprechen- wobei erschwerend ins Gewicht fallen wird, daß der Ermordete ein Angehöriger der sieg­reichen Armeen war. Das amerikanische Militärgericht wird aufs Schärfste vorgehen, dessen bin ich sicher... Ich beneide Sie nicht um Ihr Amt, Herr Professor", fügte Dr. Rumpf noch allen Ernstes hinzu. Täglich beschäftigte sich der Professor einige Stunden mit dem Studium der Schriftstücke und führte dieserhalb eine ausgedehnte Korre­spondenz im Namen der Kanzlei Dr. Rumpf. Er arbeitete fieberhaft, weil ihm nur noch zwei knappe Wochen Zeit zur Verfügung standen. Auch alle Gegenbeweise, die ihm nützlich schienen, mußte er überprüfen und sonst noch allem, was zur Vorbereitung eines solchen Prozesses not­wendig ist, seine Aufmerksamkeit widmen.

Abends, nach der Arbeit, sprach er ab und zu mit seiner Frau über den Heinrich- Prozeß, der Frau Weber sehr in Spannung hielt. Manchmal las er ihr auch aus den Akten vor. Aber mit keinem Sterbenswörtchen verriet er ihr oder irgend einem anderen, was er zu tun vorhatte... Nur Dr. Rumpf hielt er auf dem Laufenden.

-

Zum Beispiel hatte er einen Privatdetektiv damit betraut, über das Privatleben der Braut, Katharina Kohl, Ermittlungen anzustellen; be­sonders sollte der Beauftragte ausfindig machen, mit wem sie zusammen­käme, wie sie sich verhalte im allgemeinen und speziell wenn die Rede auf Heinrich Gercke und seine Verhaftung kommt. Professor Weber hatte keine direkten Anhaltspunkte für seinen Argwohn gegen Katharina, aber sein Verdacht, daß etwas nicht stimme, hielt ihn im Mißtrauensbann. Mit einer Braut, die ihren Bräutigam, den sie in Todes­gefahr weiß, auf keinen Fall sehen wollte, muß es eine besondere Bewandtnis haben. Zwar ging sie täglich zu Heinrichs Eltern und trö­stete sie... Trotzdem der Kreis der Gedanken darüber wollte und wollte sich nicht schließen...

1-

Der Gerichtstag begann:

Gegen neun Uhr eröffnete der Vorsitzende, Oberst Froley, die Ver­handlung. Als Vertreter der Anklage wirkte Oberstleutnant O'dell. Das Militärgericht war aus sieben Offizieren gebildet. Nach Aufruf der Zeu­gen mußten diese den Saal vorerst wieder verlassen.

90

Zunächst Oberstleutr

Bekanntgal

elf Uhr dre Der Gas

die Heiligk bei Zeuger zunächst s

Protokoll

gert mit de Als er di Was w Heinric

der noch a

in Uniform Bestan Machtgrup

Ja,-

mich erin Steinhägen

das Lokal Lehrers W

fand, zurü

trank nich

Die Ve

gekomme Sehr

sehr eng

den würd

Fiel e

Gercke,

darüber

Nicht

Wenn

das dock

Es g

und Aug