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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Gestern habe ich ihn besucht; er sehnt sich sehr nach Ihnen. Ich werde versuchen, eine Besuchserlaubnis für Sie zu erwirken, Fräu­lein Kohl."

Katharina wurde leichenblaß, als sie von dieser Möglichkeit hörte. Sie konnte erst kein Wort herausbringen, aber als ihr Professor Weber die Hand zum Abschied reichte, stammelte sie: Bitte, tun Sie nichts wegen einer Besuchserlaubnis, Herr Professor. Ich will keinesfalls, daß er mich jetzt zu sehen bekommt..." Sie stockte für einen Moment und, wie einer plötzlichen Eingebung folgend, sagte sie: ,, Ich ließ mir neulich einen Zahn ziehen, und bevor ich keinen Stiftzahn habe, möchte ich mich so vor Heinrich nicht zeigen."

In Anbetracht der Lage etwas verblüfft über solche Eitelkeit meinte der Gelehrte:

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,, Wir müssen jetzt alles an uns herankommen lassen", und ging mit Georg Gercke, der die ganze Unterredung wortlos mitangehört hatte. In Gedanken versunken, wartete er auf den nächsten Zug nach Mar­burg .

Das Haus war dunkel und niemand erschien, um ihn zu begrüßen. Eine vorgefundene Notiz informierte ihn, daß alle ins Kino gegangen wären. Kaum waren die Kinobesucher zurückgekommen, als ihn seine Frau mit Fragen überfiel, was er über den Ausgang des Prozesses dächte. ,, Ich kann noch gar nichts sagen, liebe Frau... Ich will mir selbst erst einmal eine eigene Meinung bilden. Du mußt nur Geduld aufbringen." ,, Wann wirst Du etwas wissen, Karl?" ,, Sicher nach der Verhandlung!"

,, Du bist und bleibst ein, böser Strolch'."

Am nächsten Morgen rief Professor Weber bei dem A.H.M. an, um zu hören, ob er in die Akten Gercke Einsicht nehmen dürfe. Hauptmann Norgam verneinte bedauernd; denn sie seien, da sie nur vorübergehend in seinem Büro benötigt wurden, wieder zurückgesandt worden. Soweit er sich erinnern könne, sei die Verhandlung auf den vierzehnten Mai angesetzt.

,, Das sind ja kaum noch drei Wochen, Herr Hauptmann! Und ich als Verteidiger habe kein einziges Mal die Akten zu Gesicht bekommen!" ,, Halten Sie dies im Falle Gercke wirklich für so wichtig, Herr Pro­fessor? Der Tatbestand liegt doch klar auf der Hand." ,, Nachdem ich die Verteidigung übernommen habe, will ich bis in den kleinsten Punkt informiert sein. Wo sind die Akten zur Zeit?"

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