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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Nein. Ich darf keine Besuche empfangen, sonst wäre sie sicher schon hier gewesen."

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, Wie lange kennen Sie das Mädel?"

,, Seit unserer Jugend."

,, Wann sind Sie in die Partei eingetreten?"

,, Im Jahre 1942."

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,, Was veranlaßte Sie so spät dazu?"

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,, Jawohl, nur die besten."

,, Waren nur die guten Deutschen in der Partei?"

,, Die Erfolge unseres Führers sagten mir, daß jeder gute Deutsche in die Partei gehöre."

Heinrich stockte, dann wiederholte er die abgedroschene Redensart:

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,, Dann sind wohl Ihre Eltern und Geschwister in Ihren Augen keine guten Bürger, denn sie standen, soviel ich weiß, den Nazis feindlich gegenüber."

,, Ach, die waren, um das zu begreifen, eher zu dumm und von der Kirche viel zu sehr beeinflußt."

,, Ich hoffe, daß das keinesfalls Ihre ehrliche Ansicht ist, Heinrich." Der frühere SS- Mann schweigt dazu.

,, Dachten Sie schon einmal darüber nach, welche Strafe Sie erwartet, wenn Sie der Täter sind, der Mörder?"

,, Ich kann nicht mehr richtig denken."

,, Hoffen Sie nicht auf Freispruch, oder erwarten Sie eine Freiheits­strafe... spätere Begnadigung Heirat. Was schwebt Ihnen vor?" Eine hoffnungslose Geste des Untersuchungsgefangenen... Er schwieg. Professor Weber klopfte ihm auf die Schulter:

,, Heinrich, die Besuchszeit ist abgelaufen. Ich weiß nicht, wann ich Sie wieder besuchen darf, aber voraussichtlich werde ich noch einmal kommen. Sind Sie sich nun im klaren, ob Sie mich als Ihren Verteidi­ger wünschen?"

,, Nein, Herr Professor. Meine Eltern sind in so bedrängter finanzieller Lage, daß ich ihnen keinerlei Unkosten mehr machen will. Ein Anwalt, der mir von den Behörden zugewiesen wird, ist wahrscheinlich frei." ,, Und wenn ich ebenso, frei' sein würde?"

,, In diesem Falle möchte ich mich dem Wunsche meiner Leute fügen. Je eher alles vorbei ist, desto besser", antwortete der Gefangene.

Er unterschrieb die Vollmacht. Wortlos reichte er Professor Weber zum Abschied die Hand.

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