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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Tags darauf fuhr Professor Weber als Bevollmächtigter des Rechts­anwalts Dr. Rumpf nach X- Burg. Nach einer Bahnfahrt von zwei Stun­den am Ziele angekommen, erfragte er den Weg zum Gefängnis. Er wies bei der zuständigen Stelle seine Legitimationspapiere vor. Der Gefäng­nisbeamte interessierte sich nur für den vom amerikanischen Haupt­quartier Marburg ausgestellten Ausweis und beachtete die anderen Dokumente überhaupt nicht.

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,, Wünschen Sie den Gefangenen jetzt zu sehen oder erst nach dem Mittagessen? Die Mahlzeit wird um zwölf Uhr verabreicht, dann wer­den die Gefangenen in den Garten geführt."

,, Wollen Sie mir bitte Ihren Rat geben, Herr Vorsteher?"

,, Ich würde die Unterredung auf später verschieben. Gewöhnlich wer­den Häftlinge, wenn sie wissen, daß Besuch für sie da ist, nervös. Sie essen weniger und sind oft sehr schwer zu behandeln." ,, Vielen Dank, Herr Vorsteher. Ich warte bis ein Uhr."

Der Häftling wurde vorgeführt.

,, Guten Tag. Heinrich", sagte der Professor. Er hatte sofort den Ein­druck, daß der Untersuchungsgefangene an Zellenkoller litt. In geradezu väterlichem Tone sprach er weiter: Ich bin von Ihren Angehörigen gebeten worden, Ihre Verteidigung zu übernehmen. Sind Sie mit dieser Wahl einverstanden? Sie können Vertrauen zu mir haben Sie wissen doch, wer ich bin?"

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Der Gefangene gab keine Antwort. ,, Warum sind Sie so schweigsam, Heinrich? Ihre Eltern und Ge­schwister wollen Ihr Bestes. Wenn Ihnen geholfen werden soll, müssen Sie auch etwas dazu beitragen. Sie wollen doch nicht, daß Ihre Leute sich in noch größerer Unruhe um Sie sorgen...?"

Als der Arrestant immer noch schwieg, sagte der Professor: Dann nuß ich gehen... Ich bedauere, daß Ihre Leute die Ausgaben für meine Reise bestreiten müssen, ohne daß ich ihnen etwas Bestimmtes berich­ten kann. Das Geld aufzubringen, dürfte ihnen schwer fallen. Ihre arme Mutter tut mir besonders leid ihr wird das Herz brechen..." Verstockt blickte der Untersuchungsgefangene durch das vergitterte Fenster.

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,, Überlegen Sie sich alles noch einmal, Heinrich... Ich würde ja sehr gerne in einer Woche wiederkommen, aber mit Rücksicht auf die Un­kosten, die Ihren Leuten erwachsen... Ist Ihnen bekannt, daß Ihre Großmutter schwer krank zu Bette liegt und jeder Groschen für Arzt und Apotheker dringend gebraucht wird?"

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