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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Glaub's nur!!! Du müßtest wissen, daß ich nicht der Mann bin, der seine Hände in den Schoß legen und müßig bleiben will... Ebensowenig ist es Dir fremd, daß ich nur in Pension gehen möchte, um mich der Politik zu widmen. Und dies keineswegs aus Langweile... Bist Du Dir darüber klar, wie sehr mir das Wohl des ganzen Volkes am Herzen liegt...? Des deutschen Volkes, zu dem Du und ich zählen... Jetzt, wo es gilt, ins Rad zu greifen, unter Beweis stellen, was ein guter Deutscher für sein Vaterland zu tun imstande ist, da jammerst Du über Sorgen, die Du nur vom Hörensagen kennst. Willst Du, daß man Dich zu denen rechnet, die Opferbereitschaft nur mit leeren Worten abtun...? Du bist mein angetrautes liebes Weib und darfst mich nicht ent­täuschen..."

,, Um Gottes Willen, Mann, Mann, so war's ja nicht gemeint! Ich habe damals die Wahrheit gesagt..."

Schluchzen schüttelte ihren Körper, während sie weitersprach ,,... als ich mit meinem Händedruck bekräftigte, wo Du hingehst, gehe ich auch hin... und wo Du stirbst, will ich auch begraben sein..."" Sie konnte kaum weitersprechen...

,, Erna, sollten all unsere Aufregungen eine Kette von Mißverständ­nissen sein?"

,, Nein, das würde ich nicht sagen, Karl. Aber hättest Du mir so klar wie heute gesagt, wie schwer Du unter dem Druck der heutigen Zeit leidest und Du deshalb Deine Pensionierung beantragen willst, dann hätte ich keinerlei Einwände dagegen erhoben. Um mich nicht zu beunruhigen, hast Du mir einfach alles verschwiegen... Und jetzt be­handelst Du mich plötzlich auf eine Art und Weise, daß mir das Herz still steht. Du sprichst Dinge aus, an die Du selbst gar nicht glauben kannst. Du weißt ganz genau, daß ich nicht nur durch dick und dünn mit Dir gehe, sondern, wenn es sein muß, mein Leben für Dich hinzu­geben bereit wäre."

Unter bitterlichen Tränen: ,,... und wie mißhandelst Du meine Seele?" ,, Es ist nur Deine eigene Schuld, Frau."

,, Nein, das kommt davon, wenn man vor seiner Frau Geheimnisse hat..."

,,... um sie zu schonen! Ist das wirklich ein Vergehen, Erna?" ,, Gewiß nicht, Karl. Trotzdem, so wunderbar, verwöhnt zu werden, für eine Frau sein mag, mir wäre es lieber, alle Sorgen mit Dir zu teilen..."

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