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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Bei welcher Regierung?"

..In Kassel ?"

,, Herr Dekan,.... haben wir überhaupt noch eine Regierung?"

,, Keine solche, wie Sie meinen, aber die Regierungsstelle- Kul­tur- und Schulwesen besteht in Kassel noch."

-

,, Herr Dekan, dann bitte ich Sie, mich bis zur Erledigung aller For­malitäten zu beurlauben."

-

,, Das Äußerste, was ich tun kann, ist die Gewährung eines Urlaubs von zwei Monaten. Aber ich glaube, daß innerhalb dieses Zeitraums alles erledigt sein dürfte. Wenn nicht, empfehle ich Ihnen um etwas zu erreichen- persönlich nach Kassel zu fahren. In einem solchen Falle hilft ein derartiges Vorsprechen gewöhnlich...."

,, Das ist eine gute Idee.... Danke für diese Anregung.... Herr Dekan, hätten Sie noch etwas Zeit für mich? Ich werde Sie nicht zu lange auf­halten. Sie waren in all diesen Jahren ein wirklich guter Kollege, und es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen etwas von den inneren Gründen zu sagen, die mich bewegen, um meine Pensionierung zu bitten."

Als Professor Weber seinen Bericht beendet hatte, reichte ihm Dekan Urban die Hand und sprach: ,, Sie haben recht, Herr Professor, tausend­mal recht! Leider bin ich erst achtundfünfzig Jahre alt, sonst würde ich gerne mitmachen."

,, Das können Sie trotzdem tun."

,, Mit welcher Begründung soll ich um Pensionierung nachsuchen? Es fehlen mir sieben Jahre..."

,, Ich bin überzeugt, es würde sich ein Ausweg finden lassen..... Wir werden Männer von Ihrem Schlage brauchen..."

Die beiden Gelehrten nahmen voneinander Abschied. Professor Weber ging nach Hause, aber nicht, bevor er seiner Frau ein Dutzend rote Rosen gekauft hatte. Gegen ein Uhr kam er heim und überreichte ihr die Blumen.

,, So wundervolle Rosen... Ach, ich kann's mir denken, Du hast vom araerikanischen Hauptquartier die Erlaubnis bekommen, Heinrich zu be­suchen.... Und vor lauter Freude..... Deswegen mußt Du mir doch aicht so viele Rosen kaufen, gleich ein ganzes Dutzend...... Du Ver­schwender, Du Taugenichts.... Ich freue mich mit Dir, auch ohne Rosen.... So viel Geld in der heutigen Zeit.... Aber Du hast mir doch eine sehr große Freude gemacht, Du alter Schwerenöter."

Sie gab ihm sechs Küsse.

,, Erna, es sind zwölf Rosen...."

,, Ein Dutzend Küsse auf einmal, sind doch zuviel für einen Mann....."

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