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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Am folgenden Morgen, nach dem Frühstück, las Professor Weber nicht wie sonst seine Zeitungen. Er unterhielt sich mit Edgar Norgam. Frau Norgam unterbrach die beiden Herren sie kam, um sich über Frau Weber zu beklagen, die sie aus der Küche gedrängt hatte, weil sie verhindern wollte, daß Esther sich abarbeite.

Lächelnd sagte der Professor:., Oh, ich kenne meine Frau schon fünf­unddreißig Jahre.... Sie duldet keine Widerrede...

,, Karl, glaubst Du, meine wäre nicht genau so?"

,, Das stimmt", fiel Frau Norgam scherzend ein, ,, Ihr armen, armen

die Güte Männer!"

tlingen an

hm aufge­

Alle drei lachten herzlich.

Ein Telefonanruf: Eric Norgam erkundigte sich nach dem Wohle aller, besonders, wie seine Eltern die erste Nacht in Marburg verbrachten. Seine Mutter antwortete, daß sie wunderbar geschlafen hätten und von Orgam ließ den Anstrengungen der Reise erholt seien. Eric wollte nun auch noch rste Nacht mit seinem Vater sprechen ihm persönlich die Zeit bieten. ,, Guten Morgen, Eric, gelt, Du warst sehr froh, Daß Du in Deinem Bette schlafen konntest. Gesteh' es nur!"

nachdem

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,, So ist es. Wann kann ich Euch sehen?"

,, Komm sofort, wenn Du mit Deinem Dienst fertig bist. Dann machen

, was Ed. wir unsere Pläne gemeinsam."

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- fabelhaft zu, verur­

aube, daß behalten

,, Gut. Bitte grüße Webers von mir."

,, Gerne, Eric..... Auf Wiedersehen!"

Etwas später machte Professor Weber den Vorschlag, einen Rund­gang durch die Stadt zu machen, um Norgams Marburg zu zeigen. Zu­erst kamen sie zur Klinik, die fast gänzlich intakt war, dann zur Elisa­bethenkirche, die einige unbedeutende Schrammen abbekommen hatte. Sie besichtigten dieses alte Gotteshaus. Merkwürdig, dachte Esther Norgam, hier beteten deutsche Frauen zu demselben Gott, zu dem wir drüben beteten... Dieselben Gebete.... Gott erhörte Millionen. Trotz­k hast Du dem, viele Väter, Söhne, Brüder, Verlobte usw. kamen nicht zurück... Andere, mit nicht heiler Haut... Warum wohl nicht? Er ist doch all­mächtig....

Erna....

Aber nun

fen beide

Frau Weber, die sich ihr zugesellte, riß sie aus ihren Gedanken. Sie suchten Stadtteile auf, in denen der Krieg schwere Wunden ge­schlagen hatte, Wunden, die nicht leicht vernarben konnten. Da war die Synagoge ein Bild der Verwüstung: Niedergebrannt bis auf

die Grundmauern.

,, Das ist doch eine Schande", sagte Edgar. Gotteshäuser hätte man doch schonen sollen!"

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