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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Candau die Auch Vater wird es mißbilligen... Wir sind eigentlich alle gegen die

bevor ich

nicht ein­

Juden.... Schade, daß sie eine Jüdin ist.'

, Gott ', sagte meine Schwester Hilde,, so uneingeschränkt möchte ich das keinesfalls von mir behaupten...; ich habe viele jüdische Freun­dinnen und Freunde,.... aber verheiratet möchte ich mit keinem Juden sein...... Juden und Christen passen schwerlich zusammen, und spä­ter, wenn erst Kinder da sind, rächt sich das... Wer ist übrigens ihr jüdischer Vater?', Das weiß ich nicht', mußte ich gestehen.

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ern hören, das noch erst recht semitisch.

.Das ist ja kaum zu glauben!.....

Ich sagte zögernd:, Sie war ein uneheliches Kind. Ihre Mutter hieß Johanna Levi.' Das Schweigen, das folgte, wurde durch den höhnischen Ausruf von einer der drei Schwestern unterbrochen: Auch das noch aus dem Stamme Levi-- Gott oh Gott , ein schönes Gemisch Norgam Levi.'

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Der Zorn packte mich. Eine erregte Auseinandersetzung folgte und, bis ins Innerste aufgewühlt, ging ich nach Hause.

Meine Eltern erwarteten mich. Sie waren schon informiert. Meine Geschwister hatten inzwischen angerufen, weil sie in Ängsten waren, die Eltern würden sich mehr aufregen, als wegen der, Jüdin' notwendig sei. Im übrigen gaben sie zu verstehen, daß alle drei Schwiegersöhne über die Zumutung, eine Jüdin als Schwägerin zu akzeptieren, empört

waren.

, Schlag' Dir die Sache aus dem Kopf. Solange ich lebe, wird nichts daraus, sagte mein Vater kurz und bündig.

, Edgar, was werden die Leute dazu sagen, wenn sie erfahren, daß Du eine getaufte Jüdin heiratest?' warf meine Mutter zaghaft ein.

Ich wehrte ärgerlich ab:, Das geht niemanden etwas an! Ist übrigens Fräulein Randau durch die Taufe keine Christin geworden?' fragte ich jetzt noch.

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, Ein Jude bleibt ein Jude, getauft oder nicht erwiderte mein Vater., Ohne die Töchter und deren Männer wird nichts beschlossen. Morgen Abend, wenn wir alle beisammen sind, werden wir die Sache besprechen.

Bis gegen vier Uhr früh wälzte ich mich schlaflos im Bett herum. Ich erwachte erst gegen Mittag. Da mein Vater bereits in seiner Fabrik weilte, war ich mit meiner Mutter allein.

, Ach Edgar, fasse keine voreiligen Beschlüsse! Laß Dir Zeit, es wird sich schon ein Weg finden. Du wirst alles viel klarer sehen, tu' nichts gegen den Willen Deiner Familie! Wie viele gute, brave und liebe

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