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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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15 Ver.

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doch beruhigter, Herr Professor. Vorerst kann niemand von uns Hein- rich besuchen, und schreiben dürfen wir ihm auch nicht. Auf Ihre Anfrage teile ich Ihnen mit, daß der amerikanische Offizier zu meinem Vater sagte: Wenn der Marburger Professor etwas wissen wolle, möge er bei ihm anrufen. Weitere Auskünfte könne er nicht geben. Der Bürger- meister von X-Burg weigert sich, in der Sache meines Bruders etwas zu tun... Der Herr Landrat wollte noch nicht einmal meine Eltern an- hören. So sind wir alle hilflos und setzen unsere Hoffnung nur auf Gott und Sie.

So, da weiß ich genau so viel wie die Paula. Am besten wäre es, ich riefe in den nächsten Tagen in X-Burg an.

Er änderte jedoch seinen Plan und rief die Kommandantur X-Burg, der alle Untersuchungsgefangenen unterstellt waren, sofort an...

Hier spricht Professor Karl Weber aus Marburg .

Sie wünschen?

Ich bin mit der Verteidigung des Untersuchungsgefangenen Gercke betraut. Der Zweck meines Anrufes ist, festzustellen, ob und wann ich mit dem früheren SS-Mann sprechen kann.

Das liegt leider außerhalb meines Bereiches. In dem Falle müssen Sie

. sich mit dem amerikanischen Hauptquartier Marburg , Wettergasse 57 in

Marburg , in Verbindung setzen. Die Abkürzung dafür ist AHM.

Vielen Dank.

Keine Ursache, Herr Professor.

Ich gehe gleich fort, sagte er zu seiner Frau.und informierte sie, warum er zum Hauptquartier der amerikanischen Militärbehörde gehen wollte.

An Ort und Stelle angelangt, wurde er sogleich vorgelassen. Der rang- älteste Offizier bedauerte, daß er ihm die Erlaubnis nicht geben konnte, weil er weder Akten noch Kenntnis von dem Fall habe. Er versprach aber, sein Möglichstes zu tun, um Professor Weber gefällig zu sein. Doch bezweifelte er, daß vor einer Woche irgend etwas in dieser Sache ge- schehen könnte. Mit vielem Dank für den freundlichen Empfang verab- schiedete sich Professor Weber von dem Offizier des amerikanischen Hauptquartiers Marburg und ging nach Hause.

Vor acht Tagen ist in dieser Sache überhaupt nichts zu hören, sagte er zu seiner Frau.Bitte schreibe das an Paula, damit sie im Bilde ist. Nun lege ich mich etwas nieder; der Fußweg hin und zurück war an- strengend für mich.... Ich bin zu rasch gegangen.

Gut, daß Du Dich hinlegst, ich habe jetzt ohnedies keine Zeit für Dich. Ich muß etwas flicken.

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