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Wir fahren in östlicher Richtung, nach Dresden . Der Pfarrer reist von Berlin aus. Wir treffen uns erst in Bautzen . Morgen vormittag, denn ich habe mir vorgenommen, in Dresden zu übernachten. Ich sehne mich danach, eine Großstadt zu sehen, in der keine Ruinen sind.
Im Laufe des Tages wird es immer kälter. Oder kommt es nur vom Stillsitzen? Der Rücken schmerzt. Ich habe mich so in den Mantel gewickelt, daß das Gesicht vor der Kälte geschützt ist. Ich versuche zu schlafen, höre nur dann und wann abgerissene Sätze der Unterhaltung -". Er sei zwischen den Soldaten. Der eine sagt: Wunderwaffe Kurier beim Stab, berichtet er weiter.
,, Alles Scheiße!" sagt der andere, der vom Westen nach dem Osten versetzt ist.
Und die Räder rollen im Vierertakt: ,, Stumpfsinn
-
Stumpfsinn
"
Es ist schon spät abends, als der Zug Dresden erreicht. Die Füße sind vor Kälte erstarrt. Aber schon auf dem Bahnsteig sehe ich mich voller Spannung um. Der Himmel ist sternenklar, und ich bin in einer Stadt, die ' keine Ruinen kennt.
-
Da höre ich, wie auf einem weiter entfernten Bahnsteig durch den Lautsprecher der Zug nach Bautzen ausgerufen wird. Ich horche auf seltsamer Augenblick! Dann einer unerklärlichen Eingebung folgend beginne ich zu rennen, als gälte es mein Leben. Keuche treppab, treppauf und springe mit letzter Kraft in den eben anfahrenden Zug.
-
Bautzen glitzert in Schnee und Eis und Wintersonne, als wir am nächsten Morgen zur Anstalt gehen. Das diesige Weiß am Himmel hat sich gewandelt in kalte, strahlende Bläue.
Ursprünglich war die Anstalt ein Jugendgefängnis, seit mehreren Jahren ist sie Ausbildungsanstalt für die Wachmannschaften aller deutschen Zuchthäuser. Es soll eine Musteranstalt sein.
Am Tor werden wir zurückgehalten. ,, Ich werde einen Beamten rufen, der Sie dem Chef vorführen kann."
Vorführen? Das klingt, als seien wir Gefangene. Ist das die Sprache der ,, Musteranstalt"? Wir warten in einem kleinen Raum neben dem Meldezimmer. An der Wand hängen das Führerbild und ein großes Plakat, das ein wie aus Marmor gemeißeltes Gesicht im Stahlhelm darstellt. Buch-. staben in starrer Blockschrift: Unser ist der Sieg!
,, Hier wohnt die Hoffnung draußen!" sagt der Grüne, der uns zum Chef bringt. Ich habe diese Worte schon in einem anderen Zuchthause gehört. Nun weiß ich, wo sie gelehrt werden!
Der Chef ist ein fetter, kleiner Sachse; schmatzende Lippen und Säbelbeine. Er spricht im näselnden Sächsisch. ,,, In diesem Zimmer fällt niemals ein böses Wort. Hier werden die Gefangenen biegsam wie Ohrwürmchen." ,, Ohrwürmchen," sagt er.
Über diesem Besuchstag in Bautzen liegt eine Schwere und Düsternis, die ich nie vergessen werde. Der Chef ordnet ausdrücklich an, daß ein
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