Abschied
ich Else es noch
draußen,
olle ich
Her Nähe adlienige
rührt, da bemerkt
Spuren men, kein
h einmal Ses sein. übereinirgendein
Ich gehe
üren auf. ne zweite
ein unsich die nicht alt.
cht nichts Der Ausür, weißgeht es
Cann wirft
e werden
er. Ob ich
blick ganz kgeputzt, e Fassade.
,, Sie wissen, warum Sie vorgeladen sind?"
Wie viele sind bei dieser Frage aufs Glatteis gegangen. Mich sollt ihr nicht bekommen! Lächelnd frage ich zurück: ,, Wieso?"
Das Spiel beginnt. Ich bin da und bin doch weit fort. Die Angst hat sich irgendwo in einen Winkel verkrochen. Ruhe, Ruhe! Zum Lügen gehört Ruhe. Ich muß doch lügen, denn ich bin bei der Gestapo . Die weißlackierte Tür hinter dem Schreibtisch ist ebenso glatt wie mein Gesicht.
,, Ihr Beruf?"
,, Medizinstudentin."
,, Ach?" Die Spitze des Bleistiftes tanzt auf der Akte.
Also weiß die Gestapo , daß ich nicht nur studiere? Wieviel hat sie von meiner Arbeit an Zuchthäusern und Lägern erfahren? ,, Im Nebenberuf bin ich Dolmetscherin," komme ich der nächsten Frage zuvor.
,, Aha!" Der Bleistift ist gezückt. ,, Wo arbeiten Sie denn?"
,, Im Zuchthaus Fuhlsbüttel ."
,, Und worin besteht Ihre Arbeit?"
,, Ich zensiere die Briefe der Gefangenen."
,, Ist das alles?"
Wie gut die Gestapo Bescheid weiß!„ Nein, ich überwache auch die Besuche der Gefangenen."
Der unscheinbare Mann fragt. Ich antworte. Er weiß, daß der Pfarrer die Gefangenen besucht, kennt seinen Namen. Er weiß, wie oft wir in die Anstalt gehen. Er weiß, daß ich nicht in der Partei bin. Doch von schweren Koffern, von Anträgen zugunsten der Gefangenen und von hastig gekritzelten Grüßen in zensierten Briefen scheint er nichts zu wissen.
,, Wie ist der Pfarrer, mit dem Sie zu tun haben? Was wird während der Besuche gesprochen?"
Mechanisch kommen die Antworten. Das Gehirn arbeitet mit Präzision. ,, Warum schicken Sie uns keine Geheimberichte über die Gefangenen?" ,, Mit Ihnen habe ich gar nichts zu tun. Meine Berichte gehen an den Chef der Anstalt."
Der unscheinbare Mann hinter dem Schreibtisch beugt sich vor. ,, Wir sind nicht nur an den Gefangenen interessiert. Wir wollen auch Berichte über den Chef und das Personal der Anstalt haben."
-
,, Und- bei wem holen Sie sich Ihre Informationen über die Dolmetscherin?" frage ich mit freundlicher Bereitwilligkeit.
,, Zerbrechen Sie sich nicht darüber den Kopf. Wir wissen genau über Sie Bescheid!"
Es gelingt mir, das Lächeln zu verbergen. Mit undurchdringlicher Miene halte ich den kaltforschenden Augen stand. Doch auch das innere Lächeln erstirbt, als er fortfährt: ,, Geben Sie mir einen genauen Bericht über Ihre Tätigkeit in Rendsburg ."
197


