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Halt Wacht im Dunkel / Hiltgunt Zassenhaus
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die Bude. Meine alte Dame hat mir ein Paket geschickt. Lärmend gehen sie davon.::

Die Leiche aber bleibt in bewegungsloser Starre zurück.

Björn ist ebenso jung wie dieser vor Gesundheit strotzende Soldat, der Pakete von seineralten Dame bekommt. 1

Ich lege die Pinzette beiseite, denn mir wird schwindlig vor Übelkeit. Ich schließe die Augen. Die Vorstellung quält-mich, daß vielleicht auch Björn eines Tages hier liegen wird. Niemand wird wissen, wer er ist. Die Gesichter dieser Leichen verraten nichts mehr vom Leben.

Ich schiebe mich durch die Menge. Weit weg von mir, ziemlich nahe

, am Eingang, arbeiten zwei Studenten, die eines Sinnes mit mir sind. Ja,

wir kennen einander!

Aber auf halbem Wege tippt mich im Gewühl jemand auf den Arm. Es ist der Leichendiener, ein altes Faktotum. Er sieht aus wie ein Türke, denn im Sommer und Winter trägt er auf dem Kopf einen roten Fez. Vor einigen Tagen habe ich ihn a mir ein Gehirn zu verschaffen, das ich zu Hause präparieren kann.

Aus der Tasche ragen Messer und Pinzette. In der Hand hält er eine Säge, mit der er.mir auf die Schulter tippt.Sie können das Gehirn haben.

. Bringen sie morgen zehn Zigaretten mit.

Mache ich ein erstauntes Gesicht, oder denkt der beichendieer, der Preis sei doch zu hoch?

Er tippt mir noch einmal mit der Säge auf die Schulter und sagt: Übrigens prüft der. Chef in vierzehn Tagen Herz. Ich hab gerad noch eins, das wickle ich Ihnen mit ein. Und das kostet Sie dann nichts weiter.

Zehn Zigaretten für ein Menschenhirn! Das Herz gibt es noch dazu.

Ich bahne mir den Weg zurück, nehme das Anatomiebuch und packe das Besteck zusammen. Was stehe ich noch hier? Lebende rufen mich!

Zu Hause kommt mir meine Mutter lächelnd entgegen:So früh? Weißt du schon 2" r Müdigkeit

und Zweifel sind Verden, Hoffnung ist im Herzen, Freude-

überflutet mich!

Bescheid aus Rendsburg ?

Der Oberinspektor hat angerufen. Die Strafaussetzung für Frederik Ramm ist genehmigt.:\ Es geht um Stunden. Das Telephon der Seemannsmission versagt. Sie liegt im Hafen, und dort sind die meisten der Leitungen durch Bomben zerstört, Ich fahre hin. Ich renne die Helgoländer Allee hinunter. Vorbei am Bismarck, der ehern, das Schwert in der Hand, den Blick gen Westen tichtet. Ein kurzer Blick auf ihn, beinahe übermütig. Fast ist mir so, als ob ich die Nachricht überbringen könne, der Friede sei da, und dabei ist es nur der Bescheid, daß ein Gefangener heimkehren kann.

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