Eine Stunde später schon geht ein Telegramm ab nach Dänemark und Norwegen . Und am nächsten Morgen———.
Björn hält Ausschau. Vor zwei Tagen waren wir erst da, aber er wartet immer um diese Zeit. Frederik flüstert:„Kommen sie?"
Dann murmelt er unverständliche Sätze und verfällt in Phantasien. Björn aber steht am Fenster. Es ist November, doch der Himmel ist zartblau wie im Frühling. Während die Augen auf das Tor gerichtet sind, zählen die Finger, als ob er rechne. Das Jahr geht bald zu Ende— noch dreiund- vierzig Tage!,
Da öffnet sich das Tor. Nicht nur ein Spalt, nicht nur halb, um die Kolonne eines Außenkommandos hereinzulassen. Es. geht weit offen! Das Tor nach außen muß auch geöffnet sein; ein heller Sonnenstreifen legt sich über den Steingang vorm Pförtnerhäuschen. Björn start wie gebannt darauf.
Und— da— da! Kein Lastwagen rollt herein, sondern ein großes, weißes Auto. Wie geblendet schließt Björn die Augen und macht sie im selben Augenblick wieder weit auf. Auf der weißen Farbe ein Rotes Kreuz, und dänisch darunter: Dansk Röde Kors. Der Wagen gleitet herein.
Björn rüttelt Frederik, als müsse er ihn aus tiefem” Schlaf erwecken. Der schweigende Mund spricht, lächelt, lacht. Die Augen leuchten, helle Röte steigt ins Gesicht.
„Frederik, Frederik! Sie holen uns nach Haus!"
Frederik aber ist halb bewußtlos.„Sie kommen?“ murmelt er.„Warum winkst du ihnen nicht zu?"
Björn geht auf und ab in der Zelle. Sieben Schritte zur Tür und sieben Schritte zurück zum Fenster. Vergessen sind stahlblau getünchte Wände, eiserne Pritschen und vergitterte Fenster. Er sieht Lillemor vor sich, wie er sie damals sah. Ein Pelzbarett auf dem Kopf, darunter die wilden Löck- chen. Die Augen blitzen vor Leben. Und Mama! Wenn sie am ersten Abend an sein Bett kommt! Alles wird sein wie damals.
Auf und ab geht Björn, auf und ab. Die Freude füllt ihn bis zum Rand. Fast kann er nicht atmen. Er sieht hinüber zu Frederik, der regungslos daliegt.
Wie: lange Zeit vergeht, weiß Björn nicht. Drei Jahre hat er gewartet, aber dieser Morgen ist noch eine Ewigkeit dazu.
Endlich Schritte auf dem Gang. Gebrochenes Deutsch. Dann eine freundliche alte Stimme:„Hier liegt er.”;
Björn horcht auf—„Er?“
Schlüssel rasseln. Der Riegel knarrt zurück. Alles geht schneller, als ein Atemzug dauert.
„Wer?“
„Dieser hier!”
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