kommt kein Wagen herein. Oder sie jagen, wenn der Weg noch frei ist, in wilder Fahrt vorbei. Denn bei jeder Erschütterung geht ein Zittern Wände und Häuserfassaden durch die brüchig gewordenen Mauern. krachen zusammen. Doch sie harren aus bei den Möbeln; bis die Nacht kommt und über den Himmel ein roter Schein zieht. Dann werden die Beine rennen. Wenn der Tod kommt, kannst du nichts mit dir nehmen!
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Vor einem ausgebrannten Haus wühlen die Hände einer hageren Frau im Schutt. Sie zerrt an einem Stuhlbein. Die abgebrochene Kante eines Tisches liegt neben ihr, und halb aus dem Mörtel und Grus ragt eine Schranktür. Sie stampft mit dem Fuß auf das Pflaster, daß der Staub hoch aufwirbelt, und schreit mit verzerrtem Gesicht: Verflucht! Verflucht!"
Abseits von einem Treppeneingang sitzt ein alter Mann. Sie springt auf ihn los und ruft mit geballten Fäusten: ,, Warum hast du die Möbel aus dem Fenster geworfen, statt sie die Treppe hinunterzutragen?"
,, Vorsicht! Draht!" Ich werde zurückgerissen. Quer über die Straße liegen in halber Höhe Kabel und Leitungen der Straßenbahn.
Weiter, weiter! Auf den Schuhen liegt dicker, rotbrauner Staub. Die Kehle ist heiser, das Schlucken fällt schwer. Der Rauch wird dichter, aus den Augen rinnen Tränen.
Die Schuhe waten im Staub. Als wir in eine Nebenstraße biegen wollen, flutet es uns wie von Sinnen entgegen: ,, Die Straße brennt!"
Ich stelle mich in einen Toreingang, um den ersten Ansturm des wirren Menschenknäuels vorüberzulassen. Einige Meter entfernt hüpfen über das Pflaster kleine, blaue Flämmchen. Sie kriechen rasch weiter und zucken auf. Phosphor!
Eine Frau stürzt sich in die Menge: ,, Meine Schuhe, meine Schuhe!" Um die Schuhe leckt eine bläuliche Flamme, doch niemand beachtet die Frau. Die Menge drängt weiter, zusammengeballt zu einer sich vorwärtsschiebenden Masse. Die Gesichter sind seltsam verzerrt, doch es ist, als ob diese Verzerrung erstarrt sei und sich nie wieder lösen könne.
Unter meinem Fuß liegt etwas Steifes, Glattes. Als ich den rotbraunen Schutt und Mörtel etwas beiseitetrete, schimmert es grün, grau und schwarz. Es muß ein Bild sein. Ich zerre das steife Papier hervor und halte es etwas schräg, daß Staub und Mörtel herunterrascheln.
Ein Engel, der einen grünen Palmzweig in Händen hält, kommt zum Vorschein. Eine Ecke des Bildes ist abgerissen, der rechte, breite Flügel des Engels fehlt, der Riẞ setzt sich noch fort über das Gesicht. Aber als ich mit zwei Fingern die sich ringelnden Enden des Bildes zusammenhalte, geht über die Züge des Engels ein mildes Lächeln. Er beugt sich über einen gefallenen Soldaten und reicht ihm den Palmzweig. Unter dem Bild steht in dicken, schwarzen Lettern: ,, Niemand kann größere Dinge tun, denn daß er sein Leben gibt für seine Brüder". In kleiner, verschnörkelter Handschrift folgen der Name des Gefallenen, eine Stadt und ein Datum.
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