Die Fenster in den gegenüberliegenden Häusern flammen. Nein
nur der Widerschein des Himmels.
Feuer?
,, Die Bomben müssen weiter zur Innenstadt heruntergegangen sein", sage ich zu einem Mann, der kraftlos gegen die Wand des Bunkers lehnt. Keuchend ringt er nach Luft. Die Schatten unter den Augen sind im roten Licht wie dunkelblaue Säckchen.
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,, Bomben? Das waren keine Bomben. Der Himmel regnete Feuer!" Ein Zittern geht über die Erde. Dann eine ohrenbetäubende Detonation. Wir fahren zusammen Aus dem Flammenmeer lärmt das Knacken und Krachen des zusammenstürzenden Gebälks herüber. Fauchend legt sich das Feuer darauf.
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Doch zu Hause ist alles unDer kurze Weg nach Hause wird lang. verändert. Nicht einmal eine Scheibe ist zersprungen, denn die Fenster sind offen gewesen.
Und nun trappeln die Füße über die Straße. Stunde um Stunde wandern sie vorbei. Im Nachthemd, im Pyjama, im lose übergeworfenen Mantel. Die bloßen Füße in offenen Schuhen. Ein Strom zieht hinein in die Stadt. Sie ziehen den lodernden Flammen entgegen, begierig, das gewaltige Schauspiel zwischen Himmel und Erde zu sehen.
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Drückend heiß ist die Nacht. In der Ferne ein dumpfes Rollen. Kein Klingeln der Feuerwehr mehr. Nur das Knistern und Knacken der zusammenstürzenden Häuser einer brennenden Stadt.
Die Luft erhitzt sich. Unerträglich wird es im Haus. Die ersten Schwaden von Brand wälzen sich herüber. Wir gehen in den Garten. Ich stolpere über etwas Weißes. Als ich mich bücke und daran rühre, läßt es sich blättern. Es ist das Physikbuch. Der Druck hat es heruntergeschleudert. Das Licht der Taschenlampe fährt über die Seite. Es legt sich über eine Zeile: Sichtbare und unsichtbare Strahlen.
Da fetzen die Blätter, fahren zusammen und auseinander in tosendem Wind. Der Wind wird Sturm, der Sturm wird Orkan. Wie rasend peitschen die Flammen den Himmel, als wollten sie ihn mit ihrer Glut zerfressen. Es pfeift und tobt. Die Birke im Garten schwankt; Zweige und Blätter fallen. Das Trappeln der Füße geht unter im Sturm, den die glühende Hitze entfacht hat. Es geht unter in dumpfen Detonationen, im Klirren und Knistern des krachenden Gebälks. Die Denkkraft setzt aus. Herz und Sinn sind wirr und apathisch zugleich. Erst als der Morgen graut, kommt ein unruhiger Schlaf
Mattes Licht fließt ins Zimmer, als ich erwache. Ist es Tag oder Nacht? Aus dem tiefblauen Himmel langer Sommerwochen ist ein schmutziges, qualmendes Grauschwarz geworden. Die Sonne, die sonst des Morgens einen hellen Streifen über den Schreibtisch legt, ist ein trübgelber Fleck.
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