Nichts ist zeitlos! Du hältst die wilde Schönheit des Tages nicht! Das Blau des Himmels wird dunkel. Die weißen Noten entflattern und werden zu schimmernden Streifen im Mondlicht.
Die silberne Brücke wird kürzer. Die goldene Scheibe wird milchig- weiß glänzend, sie wird fahl. Im Morgengrauen sucht das müde Auge die erste Röte. Das Meer plätschert. Das Glucksen schwillt an- wird zum wütenden Brausen wird zum Stampfen der Maschine, zum seihenden Lied des Eisens.
-
Sigurds Verzauberung weicht. Vorbei ist die mitternächtliche Stunde. Tief stöhnt er auf
,, Noch hungrig, Kamerad?" ruft, ihm Otto, der deutsche Vorarbeiter, ins Ohr. Als sie aus dem Keller zurückkamen, gab es Suppe, reichlicher als am Tage. Sie haben sich vollgestopft mit Wasser und Kohl. Der Magen macht mit. Er ist dehnbar wie ein Schlauch.
-
..Ja, mich hungert", sagt Sigurd, und er brüllt: ,, Ich habe Hunger nach dem Leben!" Er stampft mit dem Fuß auf: ,, Leben Leben Leben! Aber das Tosen der Maschinen, das eilfertige Surren des rasend rotierenden Bandes verschlingt seine Worte.
Plötzlich wird das Stampfen der Maschinen geringer. Das rotierende Band schlenkert langsamer im Kreis. Es schleift aus. Das Ächzen des Eisens erstirbt.
,, Material zu Ende!" ruft Otto.
Noch fast vier Stunden. Sie stehen herum. Sie nehmen die Kippen, kratzen den Tabak aus dem Papier und legen ihn hinter die Zähne. Sigurd behält eine Kippe zurück. Er denkt: Morgen vorm Einschlafen! Gibt es etwas besseres, als mit Tabak im Munde zu träumen?
Das Tor zur Halle wird aufgerissen. Der Werkmeister und der Grüne kommen herein.
,, Rostiges Eisen und Feilen austeilen!" ruft der Werkmeister. Die Schatten gleiten zurück an die Tische.
Aber der Grüne ruft: ,, Heute haben wir Zeit zur Revision!" Er leert den Gefangenen die Taschen. Nicht allen! Es ist Nacht. Sein Eifer ist schnell erlahmt. Doch Christian und Sigurd sind darunter. Zwei Zettel werden in winzige Stückchen zerrissen. Dann tritt der schwere Stiefel des Wachtmeisters darauf. Eine Faust tanzt vor Sigurds Gesicht. Doch das matte Licht in der Halle dämpft sogar das Brüllen eines Grünen zum heiseren Schreien. Die grobe Hand wühlt sich bis in den letzten Winkel der Tasche. Triumphierend bringt sie die Kippe zum Vorschein. Das höhnische Lachen wird in der Nacht zum gespenstischen Grinsen. Der Deckel eines Blechkästchens springt auf, die Kippe wandert in die Tabaksdose des Grünen.
Der Grüne zieht sich zurück. Irgendwo in einem hinteren Raum der Halle steht eine Pritsche.
102
Die
flüster
hat. M Liegen
geht d
Sig schon
Und d
Bitt
reißen
dicken Kos
will s
Stadt!
Da
träume
Die W
Deutsc blitzte
W
im Kol unt
fast zo
Dan
Worte
,, Al ,, Seitde
Oft pa
schnitt
kommt
starke
auf de
Sig
Wi
zum er danken
Ich
,, Al
er Sigu
Win Betonst
in der nach.


