grauen Heer gehört hierher. Jeder bringt sein Schicksal mit; es geht unter im Motorengetöse.
,, Kennen Sie Sigurd?" frage ich den Lektor. ,, Nein, wir sind nur aus der gleichen Stadt."
Wir stehen am Anfang der langen Betonstraße. Wie der Beton, glüht! Unwillkürlich ziehe ich den Strohhut tiefer ins Gesicht.
Im Pförtnerhaus ist die Luft zum Ersticken. Es riecht nach schlechtem, selbstgezogenem Tabak. Die Helligkeit draußen ist so grell, daß sich das Auge erst an die neblige Dämmerung im Raum gewöhnen muß.
Drei Männer in graublauer Uniform sitzen am Tisch und spielen Karten. Aus der dunklen Ecke dringt Musik aus einem Volksempfänger. Eine schreiende, verzerrte Musik, als ob viele Bogen immer wieder über eine Saite der Geige streichen.
An der Wand hängt ein Bild: der Führer im wehenden Mantel. Ihm gegenüber ein Abreißkalender; die weißlich schimmernden Augen starren wie gebannt auf das Datum.
Der eine Uniformierte sieht auf. Was wollen Sie?" fragt er und ordnet dabei die Karten.
"
Dann sagt er: ,, Wie? Einen norwegischen Strafgefangenen besuchen?" Er steckt eine Karte nach hinten. Was denken Sie sich eigentlich? Hier gibt es, keine Besuche! Gehen Sie zu ihm ins Zuchthaus, wenn er Nachtschicht hat. Hier wird gearbeitet und nicht gefeiert!",
Unschlüssig stehe ich da. Die stickige Luft macht mich benommen. Noch einmal dreht sich die Uniform zu mir: ,, Wie gesagt! Hier geht's nicht. Uns besucht auch niemand!"
Er wendet sich zu den beiden anderen. Ungeduldig pochen die Finger auf den Tisch: ,, Los, Heini! Ansagen!"
,, Passe." ,, Herz
-
Trumpf!"
Im Volksempfänger krächzen die Bogen über die Saite. Tabakschwaden umräuchern den Mann im wehenden Mantel.
Wir könnten nun gehen. Wir können Sigurd besuchen, wenn er tagsüber im Zuchthaus ist. Aber plötzlich geht es mir um mehr als um diesen ' einen Besuch einmal nur den Bann dieser toten Stadt brechen!
Herz
-
Trumpf? Ich sehe zu den weißlich schimmernden Augen an der Wand. Mir fällt ein, daß sogar ich dem braunen Mann einen Trumpf zu verdanken habe!
Das ist mein grüner Ausweis. Ich halte ihn den drei Unformierten entgegen und spreche das ,, Sesam öffne Dich" des Dritten Reiches : ,, Polizei!"
Die Karten werden niedergelegt. Drei Uniformen starren mich an. Polizei? Ohne Uniform? Eine junge Dame in Strohhut und weißem Mantel? Vielleicht Gestapo ?
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