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vermag. In einem Keller beim trüben Licht der Karbidlampe sitzt Olaf. Die Setzer sind an der Arbeit.
Es klopft an das Fenster. Nacht für Nacht ist es dasselbe. „Wer da? 2
„Kristen.'°
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Das Fenster geht auf. Vorsichtig wird ein dicker Ballen Papier hinaus- geschoben. Zeitungen! Zwei Hände greifen danach und nehmen den Packen entgegen.
Tagsüber ist Kristen Physiker an einem Forschungsinstitut. Nachts trägt er Zeitungen aus.
Es gießt in Strömen. Nicht einmal am Tag wird es hell. Wieder ist Nacht. Gegen das Fenster des Kellers prasselt der Regen.
Es klopft. Wie? So früh heute, Kristen?
„Wer da?" flüstert Olaf.
Jemand tastet nach dem Fenster. Ein Stoß, Scheibengeklirr.
Olaf stürzt vor. Eine Revolvermündung ist auf ihn gerichtet.„Sie sind verhaftet!"! 2
Die Tür zu einer Kellerzelle im Gestapogebäude in Bergen wird auf- gestoßen. Olaf tappt ins Dunkel der Zelle. Die Hand tastet über die Wand. Sie ist naß vom herunterrinnenden Wasser.
„Wer da?" flüstert eine Stimme.
„Kristen?" gibt Olaf zurück.
„Du auch, Olaf?"— Fast unhörbar wird jetzt die Stimme:„Die Zei- tung?— Oder— das andere?"
„Nichts zu befürchten!” beruhigt Olaf.„Nur wegen der Zeitung.“
„Und die Kameraden?"
„Nur zwei Tage Zeit, Kristen! Dann sind sie in Sicherheit. Man wird versuchen, uns nach ihnen————”
Der Riegel wird zurückgeschoben.
Die Uniformen der SS sind noch schwärzer als die Finsternis in der ‚Zelle. Dunkle Tage! Die SS tut ihre Arbeit! Aber Olaf und Kristen schweigen.
Als sie sich das letztemal sehen, ist es in einem langen Zug von Ge- fangenen.
„Das Ganze halt!“ ruft ein Feldwebel mit aufgepflanztem'Seitengewehr. Sie stehen vor dem schweren eisernen Tor des Zuchthauses Hamburg- Fuhlsbüttel. Die Klappe geht auf. Der Feldwebel meldet:„Norweger- transport‘. Langsam öffnet sich das Tor.:
Ein letzter, rascher Händedruck.„Die Kameraden leben und kämpfen weiter, Olaf!‘ E
„Für die Freiheit, Kristen.— Für unsere Freiheit!"
4 Halt Wacht im Dunkel; 49


