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Die Tannen haben hellgrüne Spitzen. Hand in Hand gehen Ejvind und Randi am Fjord entlang. Tannenzapfen knistern unter dem Fuß.
Ejvind fragt Randi: ,, Wirst du auf mich warten?" Er sieht Randi an. Ihr Kopf reicht ihm kaum bis zur Schulter. Randi hat die Augen gesenkt. Die Hände zerren an dem roten Tüchlein. Der Fuß malt Kreise im sandigen Weg.
,, Wie lange noch, Ejvind?"
,, Ein Jahr. Dann braucht der Vater mich nicht mehr. Wir ziehen weit fort. In ein kleines Haus."
Doch ihre Augen blicken immer noch zu Boden. Der Fuß malt Kreis auf Kreis. Sie sagt: ,, Ach, es dauert mir viel zu lange."
Wie die Augen wieder schmerzen! Ejvind legt das Buch beiseite. Nur zwei Seiten hat er bis jetzt gelesen.
Seit drei Monaten ist Ejvind in der Kiefernklinik. ,, Wir werden Ihnen das Gesicht schon wieder zurechthämmern", hatte der Kiefernchirurg gesagt, als Ejvind aus tiefer Bewußtlosigkeit erwachte. Dieser Chirurg hat ihn nie gefragt, wer er ist, woher er kommt. Er ist sachlich, sehr ruhig, ja betont kühl. Aber Ejvind spürt: hier ist er Patient und kein Gefangener.
Einen silbernen Kiefer, ein künstliches Jochbein. Ejvinds Finger gleiten über das Gesicht. Es scheint so wie früher zu sein. Nur an manchen Stellen ist die Haut rauh. Narben, denkt Ejvind. Ein Spiegel ist nicht im Zimmer. Da gehen die Finger über ein tiefes Tal. Die Nase. Früher war sie kühn geschwungen. Wieder streicht Ejvind über die Einbuchtung. An einer Stelle schmerzt es. Doch der Arzt hat ihm versprochen, noch einen Eingriff vorzunehmen.
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,, Die Nase wird dann fast so aussehen wie vorher", hat der Chirurg gemeint. ,, Nur es kostet Zeit. Aber- die haben wir ja!" Der Arzt spricht noch kühler und sachlicher als sonst. Aber Ejvind glaubt, in den letzten Worten einen warmen Unterton zu hören.
In der Kiefernklinik gibt es auch eine Bibliothek. Jedesmal, wenn Ejvind zu der freundlichen Schwester geht, die die Bücher ausleiht, denkt er an Randi. Seit zwei Jahren spricht er zum erstenmal wieder mit einer Frau. Eines Tages fragt er die Schwester nach einer Karte von Norwegen . ,, Ich möchte verreisen wenn auch nur auf der Karte." Die Schwester
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lächelt sanft und händigt ihm einen Atlas aus.
Dann geht sie ans Telephon.
Eine Stunde später hält vor der Klinik ein dunkelgrauer, vergitterter Wagen. Die Schwester wartet schon an der Tür und nimmt drei Männer
in Empfang.
., Wo liegt er?"
,, Station II, Zimmer 24. Morgen will ihn der Arzt operieren."
Ejvinds Finger wandern über die Karte. Da Dort wird das kleine Haus stehen.
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nun machen sie halt.
Wie aus dem Boden gewachsen stehen drei Männer vor ihm.
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