Die Tore des Krematoriums waren geöffnet. Erschüttert blieben die Männer stehen. Sie nahmen die Helme ab, um einige Sekunden in größter Stille der vielen Toten zu gedenken. Fast zehn Minuten verweilten sie im Vorhof des Krematoriums, wo die ausgemergelten Leichen zu einem Haufen von ungefähr 5 Meter Höhe und 25 Meter Länge zusammengeworfen waren. Außerdem standen dort noch eine Anzahl Lastkraftwagen, die mit Leichen vollbedeckt waren. Die Todesursache ließ sich nicht verheimlichen.
Erschlagene, erwürgle, erhängte, erschossene Menschen. Hier war die Arbeit der SS. - Helden zu erkennen.
Weiter ging der Weg. Ein kleiner Zwischenhof wurde betreten. Dort befand sich ein 3 Meter hoher Haufen mit Menschenasche, und in einem weiteren Raum war ein doppelt so hoher Haufen. Das war die Asche von ca. 7 000 Antifaschisten. Allein im Monat Februar waren rund 5 400 Antifaschisten an Hunger und Kälte gestorben.
Aber weiter ging es.- Immer weiter. Die Amerikaner standen vor den Oefen des Krematoriums. Wieder nahmen sie die Helme zur stillen Andacht ab. Ein Entsetzen ging über die Züge der Herren, als sie die halbverkohlten Leichen auf den Rösten der großen Oefen sahen. Seit Tagen waren die Kohlen ausgegangen. Es hatte nicht einmal mehr gereicht, die in den Ofen geworfenen Leichen ganz zu verbrennen.
Kopfschüttelnd, doch schweigend, schritten die Offiziere und Mannschaften weiter, betraten sie die Keller, in welchen sich die Folterkammern befanden. Immer wieder blieben sie erschüttert stehen.
Auch vor dem Eingang des Kleinen Lagers" standen Offiziere und Mannschaften, die Augen starr auf die Blockhäuser gerichtet. 20 bis 30 Leichen lagen vor jedem Block kreuz und quer übereinander. In den Blocks dasselbe Bild.
Den schlimmsten Anblick erhielten die Offiziere und Soldaten jedoch beim Betreten der Krankenblocks. Hier herrschten einfach unbeschreibliche Zustände. In den Boxen lagen Tote und Lebende neben- und übereinander. Menschen, die keinem Menschen mehr ähnelten. Füße, Arme und Hände ragten heraus, die den Gliedern von Kindern glichen. Skelette lagen herum, die den Gräbern entstiegen schienen. Menschen, die kaum noch sprechen konnten, erhoben ihre Arme. Leise Worte ertönten:„ Helft uns!"
Die Offiziere und Soldaten schüttelten sich vor Grauen. Immer wieder wendeten sie sich ab,--- und schauten dann doch wieder auf die Toten und die anderen, die mehr tot wie lebend waren, um den Eindruck festzuhalten. Ganz besonders wurden die Amerikaner von einem Häftling ergriffen, der, als er die amerikanischen Uniformen erblickt hatte, die Uniformen der Befreier,--- der, als er englische Laute vernahm, sich mit seinen letzten Kräften von den auf ihm liegenden Toten befreite, und dem alsdann ein feines Lächeln über die eingefallenen Wangen lief. Er versuchte, sich weiter zu schleppen. Aber es ging nicht. Noch einmal schaute er mit großen Augen die Befreier an, lächelte, legte sich auf die Seite und starb.- Er hatte die Befreiung noch erlebt.
Den Eindruck, den die Soldaten hier gewannen, den werden sie niemals wieder vergessen.
Nun wußten die Offiziere und Soldaten, wogegen und wofür sie gekämpft hatten, warum sie nach Europa geschickt waren.
Bevor die Besichtigung abgebrochen wurde, lenkten die Befreier ihre Schritte noch nach dem Häftlingskrankenbau. Hier hatte der Massenmörder, der SS. - Hauptscharführer Dr. Hofen, regiert.
Die Besichtigung war beendet.
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