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Häftling tot, dann wurde der Leiche die tätowierte Haut abgezogen und einem Block überwiesen, wo fachkundige Häftlinge die Hauffeile zu ger- ben hatten. Nach Beendigung der Gerbearbeiten wurden die einzelnen sie für Handtaschen, Lampenschirme und Briefmappen zusammen- gestellt.
Mit der Zeit hatten die Häftlinge diese lasterhafte Dirne und ihr Be- gehren erkannt. War diese nur irgendwie zu erblicken, so versteckten sich alle Häftlinge, die Tätowierungen auf der Brust hatten. Trotzdem aber for- derte diese Bestie immer neue Opfer. SS.-Banditen verrieten der Komman- deuse, um sich bei ihr beliebt zu machen, Häftlinge, bei denen sie Täto- wierungen gesehen hatten. Bei dem nächsten Appell mußten alle Häftlinge die Hemden ausziehen und jetzt konnte sich keiner mehr seinem Schicksal entziehen. Die Kommandeuse stand auf dem Turm der Kommandantur und blickte von hier mit einem Fernglas herab. Sobald sie eine Zeichnung er- kannte, die ihr besonders gefiel, wurde der Häftling ans Tor gerufen, damit sich die Kommandeuse die Tätowierung auch in der Nähe betrachten konnte.
Viele Häftlinge zogen es vor, sich das Leben durch den Starkstrom zu nehmen. Aber nicht nur die Frau des Kommandanten hatte solche grausamen Gelüste. Es gab auch genügend SS.-Offiziere, die besondere sadistische Spezialitäten„liebten”. Z.B. wurden Totenschädel und Gebeine von Häft- lingen ausgearbeitet und bemalt. Später standen sie dann auf den Schreib- tischen und in den Privatwohnungen der SS. und fanden dort als beson- derer Schmuck großen Beifall.
Auch unter der Trunkenheit der SS. -Banditen hatten wir Häftlinge viel zu leiden. Häufig kamen die betrunkenen Horden, wie Wahnsinnige auf uns einschlagend, in die Baracken und jagten uns aus den Betten. Man trieb uns im Tagesraum zusammen, und dort begannen sie uns zu jagen. Immer rings um die Tische herum, und auch hier kam zum Schluß immer das gemein- same Antreten vor dem Block, ohne Schuhe und ohne Strümpfe, nur mit kurzen Hemden bekleidet.
Ueber all den„denkwürdigen" Blocks, Plätzen und Hallen ragte jedoch der Schornstein des Krematoriums hervor, der häufig tagelang und ununter- brochen seine Flammen zum Himmel emporschickte. Kalt läuft es mir noch heute über den Rücken, wenn ich an all dieses denke. Wie war so etwas nur möglich? Es ist nichts erträumt. Es ist alles reine Wahrheit. Tausende haben dasselbe Leid, dasselbe Elend ertragen müssen.
Als ich so eines guten Tages wieder im Sinnen war, brüllte mit einem Male der Rapportführer durch den Lautsprecher:„Achtung! Achtung! Sämt- liche Reichsdeutschen sofort in die Kinohalle”.
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