Postenkette. Um halb 7 Uhr morgens standen wir auf dem Appellplatz, um Punkt 7 Uhr unter den Weisen der Häftlingskapelle zur Arbeit zu marschieren. Am Tor stand, mit der Peitsche in der Hand, der Rapportführer und zählte seine Opfer. Wir hatten Bäume bis zu 20 Meter Länge zu fällen, die Aeste mußten abgehackt und weggetragen werden, die Stämme wurden auf Meterlänge geschnitten und wurden dann unter andauerndem Treiben der SS. - Banditen zum Zerkleinern nach der Fahrbereitschaft geschleppt. Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, erfaßt mich ein Jammer darüber, wie wir häufig stundenlang bei hohem Schnee in der Kälte arbeiten mußten, und zwar in unseren dünnen Sommeranzügen.
Es war eine Sklavenarbeit. Und uns erfaßte die Verzweiflung. Aber als die Stimmung am schlechtesten war, kam uns wieder Hilfe. Ein Freund hatte sich unser angenommen. Wir waren stolz auf ihn und warteten jeden Morgen mit großer Freude auf sein Kommen. Auf die Minute konnten wir mit seinem Eintreffen rechnen. Wift Ihr, wer dieser Freund war? Es waren die englischen und amerikanischen Flieger, die jeden Morgen über uns hinwegbrausten. Die Sirenen ertönten und wir rannten wie wild ins Lager zurück. Die SS. zog Doppelposten auf, damit im Falle einer Bombardierung des Lagers kein Häftling flüchten konnte. Glücklich waren wir darüber, wenn die alliierten Flieger stundenlang über unser Lager hin- und herflogen. Dann saben wir eng zusammengeschart in unserem Zimmer. Dann lächelten wir über die Worte der SS. :„ Wir haben die Luft erobert!" Bei schönem Wetter war es ein besonderes Vergnügen, die Flugzeuge wie silberne Vögel am blauen Horizont auftauchen zu sehen.
Oft aber auch sahen wir Rauch und Flammen zum Himmel emporlodern, wenn irgendwo in dem acht Kilometer entfernten Weimar ein kriegswichtiger Betrieb getroffen war.
Dann brüllte die SS. - Soldateska, dann schrie es der Radio in die Welt hinaus: Kulturschänder"--„ Kulturschänder". Nach jedem Alarm war die SS. besonders scharf. Mit Reitpeitschen trieb man uns an die Arbeitsplätze zurück. In beschleunigtem Tempo ging die Arbeit weiter, denn das Tagespensum mukte geschafft werden. Recht mühsam mußten wir unsere Essenszulage verdienen. In diesem Kommando erfuhr ich von anderen Kameraden, daß sie Holz zum Verbrennen in die Blöcke verkauften. Auch ich beteiligte mich an diesem Geschäft. Auf einen bestimmten Platz warf ich während der Arbeitszeit gesammeltes Holz zusammen, band dieses mit Draht aneinander, schleppte es ins Lager und verkaufte es dort. Jedoch ist diese Arbeit nicht leicht gewesen, ich mußte mich häufig mit meinem Holz von einem Block zum andern schleppen, ehe ich es los geworden war. Ich erhielt ja nicht viel dafür, aber es war doch immer etwas. Einmal sprang mir bei diesem Holzverkauf ein alter Häftling nach und bat mich, ich möchte ihm das Holz geben. Er fragte garnicht nach dem Preise, sondern drückte mir gleich eine ganze Ration Brot in die Hand. Zugleich beauftragte er mich, ihm doch jede Woche Holz zu bringen. Später erfuhr ich, daß dieser alte Häftling ein ehemaliger thüringischer Landtagsabgeordneter war und nur acht Kilometer vom Lager entfernt, in Weimar , beheimatet war.
Inzwischen hatte die Riesenoffensive im Westen begonnen. Dazwischen erfolgten die Massendurchbrüche der Roten Armee. Wir waren uns wieder einmal einig darüber, daß unsere Befreiung nur noch eine Frage von Monaten, vielleicht nur noch von Wochen, ja von Tagen, sein könne. Mif Spannung verfolgten wir die Meldungen über den Vormarsch. Und wir wünschten oft, die Armeen von Ost und West möchten sich in Buchenwald vereinigen. Aber trotz des Vormarsches ging die Arbeit im Lager unver
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