Druckschrift 
Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
Seite
84
Einzelbild herunterladen

ich sah die welken Züge um Mund und Nase. -- Armes Kind!-- Als Kind schon ein wissender Greis!

Der Junge ging fort.

Die Musik spielte weiter.

Kerzengerade stieg der dunkle Rauch zum Himmel empor. Verwesungs­geruch lag in der Luft.

Wir konnten die Worte nicht fassen. Unser Hirn war zu klein.-- Wir standen verzweifelt zusammen. Warum aber kam jetzt keine SS.- Bestie und vertrieb uns unseren Schmerz? Waren wir denn nicht beobachtet? Was war denn los? Es hagelten doch sonst bei jedem Weheruf Schläge auf uns herab. War dieses eine neue Art der Quälerei? Weideten sich diese Hitler - Bestien an unseren Blicken,-- dem Rauche nach? War der Junge beauftragt, uns dieses Leid zuzufügen?

Nein! Das konnte nicht sein. Ich glaubte doch an Gott . Und Gott kann doch solches Leid nicht zulassen.

Aber! Frühe genug, kurze Zeit später, wurde ich Zeuge dessen, was uns der Junge erzählt hatte. Und dann wußte ich es bestimmt, daß wir uns im Vernichtungslager" Auschwitz befanden.

Gaskammern, Massengräber und Krematorium

Die Todesfabriken

Im vorletzten Kapitel schrieb ich, daß die bis zu 18 Jahre und über 50 Jahre alten Männer und Frauen und diejenigen Leidensgenossen, die sich als krank" gemeldet hatten, rechts und links aus den Fünferreihen heraustreten mußten. Jetzt will ich beschreiben, was mit diesen Menschen geschah.

Die auf die Autos geworfenen Frauen, was später auch mit den aus­rangierten" Männern geschah, wurden im Lager in einem Spezial­block" zusammengelegt. Jeder mußte die üblichen Fragen nach Namen, Geburt usw. beantworten und wurde ganz besonders nach Anschriften seiner im Auslande lebenden Angehörigen befragt, um, im Falle--. Na, es ist schon bekannt. Die Häftlinge erhielten Nummern, doch wurden weder deren Personalien noch deren Nummern irgendwie verzeichnet.

Dann wurden sie zum Baden" geführt. Ganz natürlich freute sich jeder Häftling auf ein Bad, denn nach der langen Bahnfahrt war ein Bad dringend erforderlich. Jeder Häftling, so geschah es wenigstens am Anfang, erhielt ein Handtuch und ein Stück Seife. Und dann wurden sie in einen großen Duschraum geführt. Diese Duschräume waren 20 Meter im Quadrat und waren mit vielen Brausen versehen. Hier hinein wurden 400 bis 450 Häff­linge getrieben. Es gab auch Badekabinen für je 5 Personen, doch diese kamen für gewöhnliche Sterbliche" nicht in Frage. Wie schön paßt dieses Wort, so brutal es auch klingen mag, hierher.

Also 400 bis 450 Häftlinge wurden in einen Duschraum zusammengetrie­ben. Und damit dieses schnell ging, nahmen die SS. - Bestien die Gewehr­kolben zu Hilfe. So geschah es, daß die ersten, die in den Raum hinein­gingen, von den Nachfolgenden erdrückt wurden,-- und die letzten, die

84

nicht meh dem Gew sagten die Freudes SS.- Helder teten die Mit quä dieser Hit werden, u Male ein

kein Laut um aber d Statt de zischendes Sieben Mi

der Unglü waren einf kein Platz sichtern zu Wer so verzerrung durch die Sensible F müssen sta Wenn d derkomma Namen H ling war d erkennen ihres Le konnten si

Dann aber lingen ist leben, nich sie wollte sie alle ein Dann öf Raumes. Z waffnet mi Opfern das Es gab

noch nicht

des schwer den Mund Andere Haare wur sollte aus Die näch chen sich n Edelmetallz

Dabei al biolog

biologische