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dabei zeigte er auf die ungefähr ein Kilometer von uns entfernt liegenden Baracken, ist das Hauptlager".
Vernichtungslager!"--" Vielleicht kommst Du noch einmal aus dem Lager heraus", hatte eben der Oberscharführer zu mir gesagt.-- Vernichtungslager!
Und mit männlichem Ernst, ohne mit der Wimper zu zucken, fuhr der Junge fort: Und Eure Eltern und Eure anderen Kameraden, die sind schon beim lieben Gott!" Seine kleinen schmalen Finger wiesen dabei auf einen qualmenden Schornstein.
Wir waren erschüttert. Wir waren wie geistesgestört. Ist es wahr, was der Junge gesagt hat?-- Wir sahen den Jungen starr an. Der aber nickte nur mit dem Kopfe.-- Und erst nach einer Weile, als sich bei uns bereits die gleichen Verzweiflungsszenen abspielten, die bei unserer Abfahrt von Paris ausgebrochen waren, sagte der kleine Junge:" Es ist wahr, was ich sage. Ich bin schon lange hier".
Also hier wütete der Tod!-- Hier ging das Verderben um! Wir waren von Schmerz erstarrt. Und doch liefen uns Tränen die Wangen hinab. Wir dachten nicht daran, was also uns bevorstand,-- nein, wir dachten zuerst an unsere Angehörigen, denn wir lebten ja noch.-- Und vielleicht!-- Ach, so lange man nur einen Funken Lebensmut in sich verspürt, so lange hofft man doch. Aber unsere Angehörigen, die sollten jetzt schon tot sein?-- Und gestern lebten sie noch!-- Sie lebten, aber es war kein Leben, das sie lebten. Auch meine Mutter?-- Sollte auch sie?-- Rolf, Kopf hoch!", hörte ich sie wieder sagen.
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Ich starrte zum Himmel.-- Ich sah in den dicken schwarzen Rauch. Und mit einem Male verspürte ich wieder den ekelhaften, widerlichen Geruch.
In meinem Schmerz hörte ich nicht, was um mich herum vorging. Es war mir, als wäre ich mitten in der Welt ganz allein, und als ob ich leise mit meiner Mutter spräche, als ob uns der Wind verbände und ihre und meine Worte hin- und hertrüge.
Sie sollte tot sein?-- Das war doch unmöglich! Ich brauchte meine Mutter. Sie war immer meine Beschirmerin gewesen.-- Was sollte denn dann aus mir werden?-- Aus mir? Dick und fett standen die Worte vor meinen Augen. ,, Aus mir!" Dann war ich ja jetzt ganz allein!
Ein ganz feiner Windzug strich an meinen Ohren vorüber. Ich vernahm ein ganz leises Säuseln. Meine Tränen liefen. Ein Kamerad hatte mich umklammert. Ach, Rolf", sagte er nur. Aber diese zwei Worte weckten mich. Ich sah den kleinen Jungen an. Der aber deutete auf die kleinen Häuschen, die zwischen den hohen Schornsteinen hervorlugten. Von dort herüber ertönte flotte Marschmusik.
" Das sind die Gaskammern", sagte der Junge, dort hinein führt man die Menschen. Und dann kommen sie ins Krematorium. Eben gerade jetzt werden wieder viele Menschen hineingeführt, denn wenn die Musik spielt--". Der Junge brach ab. Hatte denn der Junge diese Worte gesprochen, dieses Kind noch? Wohnte in diesem Kinde der Geist eines Alten? War er ein Seher, ein Verkünder?--„ denn wenn die Musik spielt-- 1" Wenn schon ein Kind die Roheit empfindet, die Bestialität verspürt.-- Und fein und weich seine Worte unterbricht, um uns nicht zu quälen.-- Wie roh und brutal mußten die SS. - Bestien mit dem Jungen umgegangen sein, daß er mit solcher Ruhe und solchem Empfinden sprach. Und überhaupt mit uns sprach, ohne Furcht zu empfinden! Hatte denn auch dieser Knabe schon allen Lebensmut ver! oren? Ich schaute noch einmal in seine großen, trüben Augen,
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