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233 Männer und 80 Fauen angetreten zum Abmarsch
Damit war die„ Besichtigung" beendet. Die Massenmörder verabschiedeten sich mit einem Händedruck unter höhnischem Lachen von ihren Unfergebenen, nachdem sie diesen zuvor ihren gönnerhaften Dank" für die geleistete Arbeit ausgesprochen hatten und stiegen in ihr Auto.
Darauf ein neuer, schriller Pfiff. Wir zuckten zusammen. Ein Pfiff bedeutete stets den Beginn neuer Mißhandlungen. Und richtig. Unter Peitschenhieben, Triften und Schlägen marschierten wir unter Vorantritt der„ ganz gesunden" Frauen ins Lager.
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Es war dieselbe Methode wie bei meiner Einlieferung in Dachau . Genau erprobt. Nach vorher erfolgter programmatischer Einstudierung. Man jagte man hieß uns langsam" gehen. Man schlug uns beim Laufen und beim Gehen. Und die schwarzen Banditen sprangen wie wilde Tiere zwischen uns herum. Ein Leidenskamerad, der aus der Reihe getreten war, um seinen Schuhsenkel neu zu binden, erhielt wegen Fluchtverdacht" die tödliche Kugel. Lautlos sank er zusammen.
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Nur noch 800 Meter frennten uns vom Lager. Wir liefen, wir gingen. Wir wurden geschlagen und getreten. Wie manches Mal hatte ich als Kind beobachtet, wenn Tiere zum Schlachthof geführt wurden! Ach, diese Behandlung von damals glich einer übertriebenen„ Humanität" gegenüber unserer„ Belebung".
Ein zweiter Schuß.-- Ein dritter Schuß. Und jeder Schuß raubte einem Gequälten das Leben. Wieder entschwebten zwei Seelen. Ach, wenn es wahr ist, daß sich die Seelen der Verstorbenen zu einem Konvent vereinigen, um über ihr Leben Bericht zu erstatten,-- wieviel Vergeltung müßte dann einmal gefordert werden!
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Einkleidung und Registrierung
Wir waren im Lager. Scheinwerfer strahlten uns entgegen. Sie blendeten uns. Der mit 5000 Volt geladene Stacheldraht schillerte silbern. Die Kontrolllampen verkündeten, daß die Höchstspannung eingeschaltet war. Ueber der Lagerpforte stand in großen Buchstaben:" Arbeit macht frei!"-- Wie in Dachau auch.
Und jetzt, innerhalb des Lagers, befanden wir uns jenseits aller Zivilisation, waren wir von allen Menschenrechten erledigt. Hier ging die rohe Gewalt ständig um uns herum.-- Wir marschierten nach einem Block, der uns als Wohnung" zugewiesen worden war. Gleich nach dem Eintreffen begann die Plünderung". Den Verheirateten wurden sogar die Eheringe abgenommen, was man in Dachau nicht getan hatte.
Im Lager Auschwitz schien also eine größere Gier nach Edelmetallen zu herrschen. Wie später verkündet wurde, sollten die Gold- und Silbersachen der NSV. zur Verfügung gestellt werden, um von dem Erlös dieser Gegenstände alten Frauen und Männern eine Sonderunterstützung zu geben. Und was war es in Wirklichkeit?-- Nennen wir es beim richtigen Namen.
Leichenfledderei!-- Nichts als gemeine Leichenfledderei, denn den meisten von uns war es klar, daß wir dieses Lager lebend nicht wieder verlassen würden. Und wieviel kostbare Wertgegenstände sind in den Händen der SS. - Banditen geblieben?
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