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Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands : Häftling Nr. 59 000 erzählt von dem Schicksal der 10 000 Juden aus Baden, aus der Pfalz und aus dem Saargebiet in den Höllen von Dachau, Gurs-Drancy, Auschwitz, Jawischowitz, Buchenwald / Rolf Weinstock
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Unser Leben gestaltete sich dadurch den Verhältnissen entsprechend an­nehmbar.-- Den Verhältnissen entsprechend.

Die Zeit verstrich und unsere Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende schwand mehr und mehr. In den zensierten Zeitungen, die wir erhielten, war immer nur von abgeschlagenen Angriffen die Rede.

" Abgeschlagen und vernichtet", so begrüßten wir uns untereinander. Inzwischen war der Sommer gekommen. Es war wärmer geworden. Regen wechselte mit Sonnenschein. Alte Lagerinsassen hatten uns vorausgesagt, daß die Monate September bis Dezember erst das bessere Wetter bräch­ten. Zu dieser Zeit war es noch recht wetterwendisch.

Unser Aufenthaltsgebiet gehörte zu den schlechtesten Gegenden Frank­reichs . Aus diesem Grunde nannten die alten Lagerinsassen unser Lager Pissoir de France". Die Bauern dieses Landteils waren sehr arm. Ihre Hauptnahrung bestand aus Rüben und Kürbissen. Fett und Fleisch gab es sehr wenig. Und das wenige Gemüse, das angebaut war, wurde zum Abtransport nach Deutschland beschlagnahmt. Also bestand auch unsere Nahrung zu 90 Prozent aus Wasser. Es konnte daher nicht wundern, daß viele Lagerinsassen mit geschwollenen Gesichtern und dicken Füßen um­herliefen. Trotz der großzügigen Hilfsaktion wurde der Gesundheitszustand besonders der Alten, von Tag zu Tag schlechter. Ja, viele, die nichts hinzu organisieren konnten, starben.

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Krankheiten und Seuchen

Die Zahl der Kranken hatte sich zusehends vermehrt. Und mit großer Besorgnis sahen wir der Zukunft entgegen. Der Mangel an entsprechenden Vitaminen ließ die Kranken elendiglich dahinsiechen. Vielen sollte mit doppeltem Zusatz geholfen werden, doch,-- es war bei den meisten schon zu spät. Infektionskrankheiten brachen aus, die rasch um sich griffen. Die alten Leute, die verständlicherweise besonders anfällig waren, wurden in abseits gelegene Baracken verlegt. Hier aber waren die Alten, von denen sich ein großer Teil nicht mehr allein waschen konnte, ganz verlassen. Die Läuseverbreitung nahm überhand.

Die Lagerverwaltung ordnete die Desinfektion aller Baracken an, außer­dem fanden tägliche Läusekontrollen statt. Es half alles nichts. In Massen spazierten die Läuse auf den Rücken der Lagerinsassen herum.

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Und die alten Frauen und Männer, die sich kaum noch bewegen konn­ten, waren, wenn sich nicht Angehörige oder Bekannte ihrer annahmen, Dem Schicksal, von den Läusen einem entsetzlichen Schicksal überlassen. aufgefressen zu werden. Der Anblick eines so zu Tode gekommenen Menschen war grauen­erregend.

Die Gefahr der Ansteckung war schließlich so groß, daß es jedem Lager­insassen verboten war, eine andere als seine eigene Baracke zu betreten. Es war Mitte Mai, ich war gerade mit einer Dachreparatur beschäftigt, da wurde ich plötzlich zu meiner Mutter gerufen. Ich beeilte mich, in das Jlof meiner Mutter zu kommen. Dort erfuhr ich, daß meine Großmutter gestürzt sei und sich dabei einen Oberschenkelbruch zugezogen hatte. Wir trans­portierten sie sofort nach dem Lagerkrankenhaus. Dort erhielt sie eine gute Behandlung. Aber Großmutter war schon zu schwach. Sie konnte nichts mehr überstehen.

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