Kinder, Frauen und durch Luftminen und
Menschen- Soldaten und Zivilisten Greise, durch die Waffen der Neuzeit Bomben begraben wurden. Er sieht unendliches Leid auch in den Bergen des Balkans und den Sandsteppen Afrikas verhallen. Da ziehen Millionenheere ihre sinnlosen Straßen des Kampfes und der Eroberung. Kurzlebigen Insekten gleich kämpfen die Menschlein die der Sturmatem der Ewigkeit mit einem Hauch in den Abgrund der Vergangenheit wirft! Die Lehre von 1914/18 und früherer Kriege und Menschendramen ist nicht erkannt und spurlos an der Menschheit vorübergegangen...
Vorbei am Flamenkreuz in Ypern , der Stelle, da 1918 der letzte Schuß des Weltkrieges in der Maßniederung verhallte, rollen nun die Panzer und Fahrzeuge modernster Heere. Zerfetzte Körper, zertrümmerte Maschinen und Fahrzeuge liegen an den Straßen der Kampfwalzen- der Kriegsgott und sein Partner, der große Tod, halten reiche, reiche Ernte.
Berger wendet sich an den Kameraden Hans Klein, wirft die Frage auf, ob wohl je einmal die Zeit kommen werde, da der Krieg endgültig aus dem Leben der Menschheit verbannt werden könne.
Und Klein meint, daß wohl die Auffassung die meistverbreitetste ist, daß es immer Kriege geben werde, weil ein edles Bedürfnis nach Ruhm in den Herzen der Menschen unausrottbar verankert ist. In tausenden Zeitschriften und Büchern werden bisher der Krieg und die Heldentaten auf der eigenen Seite verherrlicht. Rolf wirft ein, daß die Verherrlicher des Kampfes immer nur an den durch die Begeisterung und die angebliche Notwehr einigermaßen idealisierten Krieg denken. Vielleicht aber kämen sie zur Einsicht, zur Besinnung, wenn sie die Greuel und Schrecken dieses Mordens, die alle Schriften tunlichst verschweigen, in ihren Ausartungen und in allen Einzelheiten erleben würden.
,, Sind diese Ideale um den Krieg nicht ein Paradoxum? Da beten auf beiden Seiten die Menschen und Priester für den Sieg der eigenen Waffen, hoffen, daß der Mord an dem Gegner möglichst zahlreich sei. Da drehen Frauen Granaten, füllen die todbringenden Geschosse mit Sprengstoff, die die Söhne, Gatten und Väter der gegnerischen Völker zerschmettern und töten sollen. Frauen wirken in allen Betrieben, speisen Hochöfen und bauen Bahnen und Kriegsmaschinen aller Art und hoffen wie 1914/18
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und früher daß dieses Ringen der letzte Krieg gewesen sei,
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