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Im Machtbereich der Gestapo : Erlebnis-Roman ; der Wirklichkeit nacherzählt / Paul Frenk
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aber schonungslos und offen vor, und wies auf Bilder hin, die als Beweis in seine Hände gekommen waren. Nun sah sie, daß das Spiel endgültig mit ihm verspielt war, empfand nur Angst, daß ihre Handlungsweise bekannt und ihre gesellschaftliche Stellung im Ort unmöglich gemacht werden könnte.

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Er empfand diese Gedankengänge, zumal sie sich auf Bitten und Flehen und mit Drohungen, daß sie seine politischen Äußerun­gen weitergeben würde, für die Herausgabe der Bilder und Unter­lagen einsetzte. Und dieser materielle Gedankengang wenig zur Schau getragene Erschütterung über ihre Handlungs­weise erbitterte ihn derart, daß er sich grußlos wandte und einen ihrer neuen Freunde aufsuchte und sich mit diesem und dessen Eltern ausgiebig aussprach. Die in seinem Besitz befind­lichen Bilder zerriß er bei einem Gang durch die stürmende Natur, warf sie in kleinen Fetzen in den See und den Wind. Nun war es doch geschehen, das was sie befürchtet sie war kompromittiert! Und Rolf schämte sich seines Hasses, bereute die Impulsivität seiner Handlung, seine Extremität statt gütig zu sein und auf edelste Art zu resignieren.

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Ursula war ratlos, rief telegrafisch ihre Schwester aus München heran, die auch den einen Teil seiner Briefschaften mitbrachte, in denen die bereits zitierten politischen Äußerungen über die Politik und die Kriegsvoraussetzungen enthalten waren. Sie berieten sich mit dem neuen Geliebten Ursulas, dem Bürgermeisterssohn, der nun diese Unterlagen der Gendarmerie übergab.

Und nun wanderten diese Unterlagen in die Hände der Gestapo . Der Draht spielte und bald lagen die Anweisungen für die Herren Gendarmeriebeamten vor.

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Rolf Berger stand inzwischen auf dem weit in den Starnberger See hineinragenden Landungssteg und wartete auf das planmäßig verkehrende Dampfschiff, um seine Heimreise anzutreten. Er hatte nun im Innern Klarheit geschaffen, hatte die Konsequenz ge­zogen, aus der es kein Zurück mehr gab. Und diese Entscheidung war ein seelischer Operationsschnitt, der gewiß furchtbar wehe tat, der aber Genesung verhieß, während die Geschwulst der Zer­rissenheit, der ständigen Eifersucht, der inneren Verletzung sicheres seelisches Siechtum bedeutet hätte.

Tief auf atmete Berger, zog den würzigen Duft ein, den der Wind und die Wellen des Sees herantrugen. Seine Augen weideten sich an dem frischen, jungen Grün, das die warme Maiensonne

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