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Im Machtbereich der Gestapo : Erlebnis-Roman ; der Wirklichkeit nacherzählt / Paul Frenk
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empört. Niemand der breiten Masse weiß, daß tausende deutsche Farmer Haus und Hof verlassen mußten, weil ihnen nach dem Putsch­versuch keiner mehr Ware abkaufte nicht einmal die Farmen zu Schleuderpreisen aufkauften und sie von der Auslandsorganisation in der Heimat untergebracht wurden.

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Weißt Du, wir hatten nie Freiwillige in Spanien , nach deutschen Meldungen, bis man zum siegreichen Ende dieses erst zugab! Adolf sagte einst: ,, Es wird nie wieder die Zeit kommen, da Deutsche für fremde Völker die Kastanien aus dem Feuer holen werden." Ich könnte tausende solcher Widersetzlichkeiten aufzählen und gerade im letzten Konflikt. Aber lassen wir das es würde Dir nicht gut tun.

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Ihr sitzt als Volk in einem Theater nur die Kulissenschieber schauen auch hinter die Bühne, sehen den Staub, die Schminke und Verlogenheit, den Bluff. Politik ist das Unmoralischste. Sie ist verlogen, gemein, gehässig, falsch, hinterhältig, brutal kurz sie ist un­menschlich!

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Du in diesem Wust in diesem Schmutz der Politik stehe ich mit meinem Beruf als Journalist nein, besser Schreibkuli. Denn von Journalismus ist seit 1935 wenig geblieben. Ich habe Stück für Stück meines Idealismus zu Grabe tragen müssen. Und diese Zeit und diese Zumutungen machen mir als Idealisten das Leben um so schwerer in dieser verlogenen Zeit..."

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Ursula hat alle seine Briefe fein gesammelt-sie hängt daran, denn sie enthalten neben den erwähnten politischen Äußerungen in der Hauptsache persönliche Dinge, lebendige Darlegungen sei­ner Liebe, seiner Leidenschaft, heimischer Neuigkeiten und per­sönlicher und intimster Geständnisse. Und sie liebt ihren Rolf immer noch doch er läßt sie so lange, lange allein! Und sie hat doch so viel Zeit und wird umworben von jungen, schmucken Männern, voll Temperament und Leidenschaft, voll Kraft und den Eigenarten des bayrischen, heißblütigen Schlages. Und zu ihren Verehrern zählt auch ein Mensch, der eine Adelskrone in seinem Wappen führt, der den Wünschen ihrer romantischen Seele gerecht wird. Er bringt ihr, Trophäen von der Hochwildjagd, erzählt ihr aus dem Leben in Bruch und Heide, verlebt mit ihr Stunden und ganze Abende, bringt ihr Geschenke und füllt ganze Seiten ihres Lebensbuches mit seiner eigenartigen, reizvollen und adelsum­witterten, romantischen Welt.

Frühmorgens verläßt er oft ihr Heim. Daneben ist ein anderer junger Mensch in ihren Bannkreis gerückt. Voll Männlichkeit, Forsche, gut gewachsen, Sohn des Bürgermeisters des Ortes. Und

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