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Im Machtbereich der Gestapo : Erlebnis-Roman ; der Wirklichkeit nacherzählt / Paul Frenk
Entstehung
Seite
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Berger unterbricht und fährt nach kurzer Pause in der Schilderung seiner Flandernreise fort:

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Flandern.

, Weit dehnt sich der ebene Landstrich aus, belgische Bauern schaffen zwar wieder auf den grünenden Ackern und die Weiden sind mit ge­sundem Vieh versehen. Aber alle Spuren des Krieges sind noch nicht verwischt. Die zahlreichen Friedhöfe, kleine Seen als frühere Spreng­trichter, zerschossene und noch ganz erhaltene Betonbunker, hier und da noch Gräben und Unterstände, erinnern stets daran, daß dieses Land ein siegreiches Vorwärtsstürmen deutscher Truppen sah, daß dieses Land den erbitterten Kampf von Flamen, Belgiern, Briten, Franzosen und Amerikanern auf der Gegenseite erlebte, bis dieses mörderische Ringen im Stellungskampf weiter tobte und erst mit Kriegsschluß nach Aufzehrung aller deutschen Kräfte und Mittel verebbte.

Heimat in fremder Erde.

Dort, wo sie kämpften und litten, dort im stillen, weiten und feuchten Land, über das sich nun der graue Novemberhimmel spannt, liegen sie begraben, Seite an Seite, in Reih und Glied, zu ihren Häupten ein schlichtes Holz- oder Schieferkreuz, das ihren Namen und das Datum ihres Todes trägt. Heilige Stätte der Mahnung und Ver­pflichtung...!

Wert und Charakter eines Volkes werden nicht allein bemessen nach dem Stand seiner Kultur oder schöpferischen Kraft seines Volkstums, sondern vor allem auch danach, wie es seine Toten ehrt! Wir, die wir nun die Stätten der Ehre und des Friedens aufsuchten, fanden diese Mahn- und Gedächtnismale mit ihren Hainen und gepflegten Grasflächen, mit Hecken und Wasserläufen in ihrer Anlage und Form­gebung wie Oasen deutscher Heimat in fremdem Land.

Wo bist Du, Kamerad?

Über die Sender der nationalen Völker klingt allwöchentlich der Ruf: Wo bist Du, Kamerad?- Männer suchen ihre Schicksalsgefährten. Und dieser Ruf wird auch in unserem Volke gehört von Menschen, die irgendwo an sausender Drehbank, an Schraubstock oder Maschine, in Räumen der Werkbüros schaffen, von Menschen, die die Scholle be­stellen oder sonstwo im sorgenerfüllten Alltag stehen. Wo bist Du, Kamerad? Kamerad von Ypern , Langemarck, Zonebeke, Poelkapelle, Paeschendaele, Becelaere? Kamerad aus den Sumpftrichtern von Wytscheate oder dem Grabengewirr des Frontbogens vor dem Kemmel, wo Kamerad aus dem Fandernland? Und dieser Ruf wird ein tausend­

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