war der Himmel dort ganz rot. Der Wald war in Brand geschossen worden. Viele Tage und Nächte lang sahen sie das Feuer.
Draußen auf dem Meere lag jetzt immer ein großer Dampfer. Er war mit roten Kreuzen bemalt. Daran sollte man sehen, daß die Regierungstruppen ihre Verwundeten auf ihn gebracht hatten. Es war kein Kriegsschiff. Aber eines Tages sahen Doris und Silvia, wie Flugzeuge über dem Dampfer kreisten. Sie warfen Bomben ab. Wenn die Bomben ins Wasser fielen, sah es aus, als ob dort ein riesiger Springbrunnen aufstiege. Das Schiff mit den Verwundeten trafen sie nicht. Aber sie kamen oft wieder und versuchten, das Rot- Kreuz- Schiff zu bombardieren.
Doris und Silvia sahen auch, wie Flugzeuge in der Luft miteinander kämpften. Sie beschossen sich mit Maschinengewehren.
Wenn Doris und Silvia die Kriegsschiffe und die Flugzeuge sahen und hörten, dann mußten sie immer daran denken, daß die Menschen sich dabei Mühe gaben, andere Menschen zu töten, und daß vielleicht im nächsten Augenblick die Geschosse oder die Bomben auf Cala Ratjada niedergehen könnten.
In der nächsten Nacht war der Gefechtslärm so schlimm wie nie zuvor. Man konnte die einzelnen Kanonenschüsse kaum noch unterscheiden. Und unaufhörlich explodierten die Bomben. Dazwischen
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