tackten die Maschinengewehre, und die Schrapnellschüsse hörten nicht auf. Doris und Silvia merkten davon nichts. Sie schliefen.
Und am nächsten Morgen war nichts zu vernehmen. Man war es schon so gewohnt, Tag für Tag den Gefechtslärm in den Ohren zu haben. Jetzt diese Stille, diese Totenstille heimlich und bedrückend.
-
es war un
So vergingen einige Stunden. Dann bemerkten sie, daß draußen auf dem Meere die Kriegsschiffe abfuhren. Die Regierungstruppen hatten die Insel Mallorca verlassen. Die Kämpfe waren zu Ende.
Sollte man froh sein, weil die Kämpfe zu Ende waren? Nein, Vater und Mutter waren nicht froh. Sie waren sehr traurig, daß die Regierungstruppen besiegt worden waren. Die Aufrührer waren böse Menschen. Sie warfen viele Leute ins Gefängnis. Sie brachten auch viele Leute um, die niemals etwas Schlimmes getan hatten. Sie waren genau so wie die bösen Menschen, die in Deutschland zu sagen hatten, und die bösen Menschen in Italien , die Faschisten hießen.
Für Vater und Mutter war es aber auch gefährlich, daß die Regierungstruppen nicht gesiegt hatten. Kurz nachdem sie fort waren, wollten spanische Faschisten den Vater erschießen. Und bald darauf verhafteten sie Mutter und Vater. Sie wollten sie ins Gefängnis werfen. Und was sollte dann aus Doris und Silvia werden? Wer sollte für sie
109


