In einer Bucht gab es überhaupt keine Muscheln, dafür aber unzählige kleine Schneckenhäuser, spitze und runde, braune und schwarze und weiße, gefleckte und gestreifte. Eine Art Schneckenhäuser gab es, die hieß Seeohren. Sie haben wirklich die Form von Ohren, innen sind sie ganz aus prachtvoller, seidig glänzender Perlmutter.
Auch weiße Korallen gab es, große Schneckenhäuser, Krebsscheren, und manches andere. An einem Strand fanden sie einmal eine Steckmuschel, die war so lang wie ein Arm.
In der ersten Zeit war ihnen das Meer etwas Ungewohntes und Fremdartiges. Aber mit der Zeit. gewöhnten sie sich daran. Es wurde ihnen so vertraut, daß sie sich das Leben gar nicht anders vorstellen konnten als mit dem ständigen Blick auf das große Wasser. Es war immer das gleiche. Und doch war es immer anders. Manchmal lag es ganz flach und ruhig da, als eine spiegelglatte Fläche, und man mußte denken, es schliefe. Wenn es früh am Morgen war, erschien es dann hellblau mit einem Silberglanz. An einem anderen Tage war es dunkelblau mit vielen Schaumkronen. Manchmal plätscherte und murmelte es ganz leise am Strand, manchmal brüllte es und schleuderte mit gelbgrauen Wellen schwarze Tangberge ans Land. Oder es warf riesige Schaumsäulen an den Uferfelsen empor. Dann donnerte und grollte und zischte und
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