JOHANNES R. BECHER
Deutschland
Sehnsucht, Liebe glaubte ich zu kennen, Doch erst jetzt spür ich sie mich durchbrennen, Nicht nach einem Menschen, nach dem Land, Das, bekannt, mir blieb doch unbekannt.
Würd ich mir die Ohren auch verstopfen,
Hört ich nachts doch deinen Herzschlag klopfen.
Deutschland , alle deine guten Namen, Die, von denen wir nie Abschied nahmen, Werden wir bis auf den Tag bewahren Und sie immer dichter um uns scharen.
An der Grenze stehe ich. Der Wind Kommt von dort, wo meine Brüder sind In dem großen Lager eingefangen.
Nur ein Windgruß kann zu mir gelangen.


