Die Geächteten Stoßt zu, der Kerl ist vogelfrei!(Goethe)
Wenn euch des Elends Ring umklammerrt, Daß aus den Adern spritzt das Blut,
Nehmt euch in acht, daß ihr nicht jammert, Vergeudet nicht den grimmen Mut!
Es wird, es muß die Stunde kommen,
Wo euch befreit ein Donnerschlag—
Dann mag der Zorn der Edlen frommen:
© spart ihn bis auf diesen Tag!
Ihr treuen Herzen in die Runde, Verscheuchtes Wild im fremden Land, Von denen kaum noch eine Kunde Den Weg zu euren Freunden fand,— Ihr irrt verlassen und vergessen;
Für eure heiße Freiheitsglut
Wird Kälte nur euch zugemessen, Und Frevel nennt man, was ihr tut.
Die Fremden— Schweizer oder Franken— Sie schelten euer Streben Wahn:
„Was sollen uns die Fieberkranken?
Nur Narren tun, was ihr getan!“
Ja, Narren sind, die Freiheit hoffen, Wenn so„ein Sohn der Freiheit‘ spricht: Gottlob, das Narrenhaus ist offen,
Der letzte Hort, wenn alles bricht!
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