Schwätzers kann das eine Gefahr sein. Mir sind jene Grammatiker verdächtig, die einen Schriftsteller, und vollends einen antiken, zu bereitwillig und etwas vorwurfsvoll des Hendiadyoin zeihen. Sie sind sprachlich verarmt, vertrocknet [ auch ein Hendiadyoin, würden sie sagen], um zu merken, daß gerade das geistig Eine oft nicht durch ein Wort am besten bezeichnet werden kann, sondern besser durch zwei oder noch mehr, die verschiedene Seiten des» Einen« und dadurch das Ganze besser beleuchten. Auch jene Grammatiker scheinen mir nicht die besten Sprachmeister und Lehrer zu sein, die eine möglichst starre Stellung der einzelnen Wörter in einem Satze verlangen. Es ist nicht zu sagen, welche Veränderungen ein Satz erlebt durch einen Stellungswechsel der einzelnen Wörter in ihm. Auf solche Möglichkeiten wird ein Schriftsteller nicht verzichten wollen zugunsten einer starren Regel. Die Sprache ist vom Geist.
» Auch das wird vorübergehn.<< Wie oft hört man diese Meinung! Und ein jeder bedenke einmal, wie oft er es selber schon gesagt hat. Und welche Spanne Zeit seines Lebens damit getroffen wird. Welches Licht wirft diese Tatsache auf den Zustand der Welt!
Nous n'aurons plus jamais l'âme de ce soir, das ist nur eine oberflächliche Feststellung, die eine süße, fast wollüstige Trauer hervorrufen kann, eine Schwermut, die ein Genuß ist. Wie leichter Rauch und Dunst verfliegt das alles, wenn man festzustellen beginnt, daß wir unsere Seele von nun an bis in Ewigkeit haben.
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