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für ihn das Schreiben, denn da ist er für den Leser nicht mehr dabei, es sei denn, der Leser sei selber ein Weiser. Aber das ist selten.
Es gibt Propheten, die zu den Greueln, die sie prophezeien, in einem Verhältnis der Sympathetik, ja der Sympathie zu stehen scheinen, als ob sie sie halb herbeiwünschten und, wenn sie einträten, sich wohl dabei finden würden. Ich denke an Ludendorff und den totalen Krieg. Es gibt eben Propheten und Propheten, solche, aus denen der Geist Gottes spricht, und es gibt... andere.
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Der Geärgerte spricht: vielleicht hat Gott sich verändert. Der religiös Geärgerte meint immer, ein dogmatisches Attribut Gottes stimme nicht. Hier: seine Unveränderlichkeit. Der Geärgerte hat immer eine zu hohe Vorstellung von seinen eigenen Vorstellungen und Urteilen, die doch nicht die Länge und die Breite, die Höhe und die Tiefe der göttlichen haben. Der Geärgerte hat einen defekten Glauben.
Gebet Gott , was Gottes ist, dem Kaiser, was des Kaisers ist. Diese Teilung ist also in diesem Aon von Gott gewollt. Darüber ist nicht der geringste Zweifel. An diesem klaren Wort ist nicht zu rütteln und nicht zu deuteln. Aber was immer neu zu deuten ist, ist der Inhalt der beiden Gebote. Was ist Gottes? Was ist Gott zu geben? Was ist des Kaisers? Was also ist dem Kaiser zu geben? Darüber kann großer, blutiger Streit entstehen[ wenn auch das klar ist oder sein sollte: daß das Gewissen jedes einzelnen Menschen Gott gehört]. Aber er kann nicht innerhalb der Ord
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