Kein Subjekt ohne Objekt, und umgekehrt, ist ein echter metaphysischer Satz, den zum Beispiel Schopenhauer geliebt hat. Man kommt aber damit allein nicht aus. Man hat ein Recht, von einem Subobjektiven zu sprechen und wohl auch von einem Obsubjektiven. Doch vielleicht ist das nicht nötig. Als das Subobjektive aber würde ich ohne Zaudern das Fühlen bezeichnen. In ihm vollzieht sich die Mischung und Durchdringung von Subjekt und Objekt, die ihre äußerste kluftartige Unterscheidung, ja Trennung, im Rational- Logischen haben, also nicht etwa im rechten und konkreten Denken der Wirklichkeit. Das Rational- Logische ist eine Abstraktion. In der Wirklichkeit, im realen Sein, ist im Wollen die schärfste Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt mit dem Schwergewicht auf dem Objekt, im Fühlen die verwaschenste und schwächste mit der Gefahr, alles ins Subjekt zu legen[ Name ist Schall und Rauch]. Sozusagen das normale Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt hat das reine Denken.
Wenn die» autoritären« Staaten, die eine Aufgabe der Korrektion hatten, in diesem Maße und Tempo fortfahren, die unmenschlichsten und gottwidrigsten Verbrechen zu begehen, dann wird in nicht gar langer Zeit der Liberalismus in den Augen und Herzen der Menschen für das goldene Zeitalter gelten.
Das Als- Ob hat seinen Platz im menschlichen Denken; dieses kann nicht arbeiten, im Theoretischen und im Praktischen, ohne Hypothese. Aber es ist ein echt sophistischer Einfall, nicht die Hypo
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