ren doch sicherlich nicht gezwungen, zu behaupten, sie seien frei. Just dazu aber werden die heute unterworfenen Völker gezwungen.
Die Rassetheorie schließt die Leugnung des Satzes ein, daß der Geist, wo er will, weht und wehen kann. Wie der Mensch der Sklave der Maschine werden kann, die er doch in Freiheit geschaffen hat, so ist, nach dieser Theorie, Gott, nachdem er einmal den Arier und insbesondere den Deutschen geschaffen hat, für alle Ewigkeit gebunden und gezwungen, durch ihn allein der Schöpfung alle guten Gaben zukommen zu lassen. Oder einfacher: alles, was jener tut, ist von Gott und gut und recht. Das ist zwar für einen gesunden Verstand kindisch, aber der Infantilismus ist nun einmal ein Merkmal des Dritten Reiches .
Damit fängt es an. Wenn die Menschen keine Angst mehr haben, etwas Falsches zu sagen, dann haben sie auch bald keine Angst mehr, etwas Unrechtes zu tun. Ich meine das im großen von den Lehrern und den Führern der Völker.
Wo sind Gedanken und Wort daheim, die ich denke und spreche? Welcher Vater hat sie gezeugt, aus welcher Mutter Schoß sind sie gekommen? Das will ich wissen, das ist das Ziel meiner Philosophie. Der Geist hat viele Wohnungen auf der Erde, ich möchte sie kennenlernen, ich möchte Gast sein in vielen.
Die Sprache, als solche, hat ihre vollkommenen Frühlinge und Sommer und Herbste und Winter in gleicher Weise exemplarisch und erhaben in
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