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Deutschen haben es sich selber unmöglich gemacht, ihre Geschichte zu schreiben. Seit der Glaubensspaltung und vollends seit der Apostasie können sie nur Parteigeschichten erzählen, die notwendig verlogen sind. Ich habe immer gesagt, daß Preußen eine provinzielle Sache ist, auch wenn es, wie heute, für eine Weile zum Monstrum sich entwickelt hat. Das provinzielle Preußen schreibt seine Geschichte nicht selber.
» Das Bessere ist der Feind des Guten«, das ist ein Satz, der große Leiden birgt und viele schwere Gedanken. Die pointierte, etwas pathetische sprachliche Fassung des objektiven Sachverhalts, nämlich daß es zu gleicher Zeit für die freie Wahl des Menschen Gutes und Besseres gibt, kann leicht zu Sinnverschiebungen und Mißverständnissen führen. Das Bessere ist nicht an sich, in der Sphäre des reinen Seins, der» Feind« des Guten[ sie stehen in hierarchischer Ordnung sehr friedlich und verträglich nebeneinander], sondern in übertragener, gleichnishafter Sprache, im Willenskampf des Menschen, der vom» Guten« zum» Besseren« aufsteigen kann. Manche sehen hier das Wesen der Tragik, ja, der» christlichen« Tragik; aber das sind Wort- Miẞverständnisse. Der Jüngling, der Christi Einladung, statt des» Guten« das» Bessere<< zu ergreifen, nicht Folge leistete, ist keine » tragische Person. Das Geheimnis liegt tiefer und jenseits aller» Schuld«, die zum Tragischen gehört, in der» Liebe« selber und ihrer Unergründlichkeit, in ihren aufsteigenden Opfern, um tiefer sich herabzuneigen. Gott wäre» gut gewesen, auch wenn der ewige Sohn nicht Mensch geworden wäre, Gott wäre» gut« gewesen, auch wenn
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