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Tag- und Nachtbücher : 1939 - 1945 / Theodor Haecker ; mit einem Vorwort herausgegeben von Heinrich Wild
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Soldaten für diese Ideen so gute Soldaten sind, ist eine phantastische Behauptung.

Ist nicht alles verkehrt? Daß es schwerer ist, Siege zu erleiden als Niederlagen? Und wer ist ver­kehrt und was? Auch das ist schwer zu entschei­den. Schenkt man den äußeren Dingen ein un­gebührendes Maß von Teilnahme, verlieren sie selber ihr Maß, und dann ist alles verkehrt.

Völker sind große Kinder, sagt man. Wohl, aber böse! Mit Neigungen zu großen Verbrechen, wes­halb sie so oft großen Verbrechern folgen. Sie sind natürlich- dumm, vor großer Klugheit fühlen sie sich fremd. Ihre Lieblinge müssen zwar schlau, aber auch dumm sein.

Der Abscheu vor dem Krieg, den Vergil, der Freund des Augustus, des Erhabenen, des größ­ten Kaisers jenes Imperiums, das aller weltlichen Imperien Muster ist, so offen äußern durfte, brächte ihn heute zum Schweigen in einem Kon­zentrationslager. Das ist ein Charakteristikum dieses fluchbeladenen Reiches, das durch den aus­drücklichen Abfall vom» Glauben« abgrundtief unter dem adventistischen Heidentum steht.

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Tantum dic verbo sprich nur ein Wort sagte ein römischer Hauptmann zum menschgeworde­nen Gott selber. Heute sagen das preußische Ge­neräle zu wem? Auch die Soldatenehre ist auf­genommen in das Maß Christi.

Sieg und Niederlage sind Kategorien des mensch­lichen Lebens in diesem Äon und, ihnen entspre­

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