Wildbäche, dann ist es aus. Bin ich ohne Glaube und Hoffnung und Liebe? Nein! Aber es ist Nacht, eine Nacht jedoch, die zugleich Rettung und Asyl ist, vom Licht geschickt sozusagen. Ein vollstän­diges Nichtverstehen, aber doch eines, vom Ver­stand geschickt sozusagen. Keines, das ihn oder das er desavouiert.

Der religiöse Mensch will den Gott, dem er zu dienen hat und der ihm hilft, mit Namen kennen und nennen. Der» philosophische Geist<< glaubt das nicht zu brauchen oder auch zu dürfen. Er begnügt sich oder getraut sich nur, von anonymen » göttlichen Kräften« zu sprechen. Das auch meinte Pascal mit Dieu d'Abraham, d'Isaac et de Ja­cob non des philosophes! Der Christ kennt die Namen Gottes: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

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Was ist das Schwerste für den Menschen?» Das Maß. Und zwar in der Theorie, in der Lehre, wie in der Praxis, im Tun und Handeln. Und das läßt einen daran verzweifeln, daß es nach diesem Kriege besser wird. Die das Maß haben, werden nicht die Macht haben, den Frieden zu machen, und die die Macht haben, werden ihn machen ohne das Maß.

Die Deutschen haben eine» natürliche« Anlage für» Religion«. Eben darum können sie nur reli­giös geeint werden. Sie konnten es nur im katho­lischen Glauben und seiner Einheit. Jede öffent­liche Anrufung Gottes in öffentlichen Angelegen­heiten hat deshalb etwas peinlich Verlogenes. Es ist eine Sache, die mit schlechtem Gewissen ge­macht wird. Darüber werden wir nie hinweg­

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