Der Schneider, der Privilegierte und der
unsittliche Polizist.
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Betroffen blieb ich im Halbdunkel der Zelle stehen und hielt meine Hose krampfhaft fest, die eine lebhafte Neigung verriet, den Rückzug nach unten anzutreten. Kein Wunder übrigens: Sie war auf Friedensumfang gebaut worden, und ich Aus der hatte bereits drei Jahre nach der Karte gelebt! dunklen Ecke rechts des Gitterfensters ertönte eine Stimme': ,, Stets das Neuste! Stets gern zu Ihren Diensten! Sie gestatten. Stets. Schneiderobermeister a. D., Parteigenosse Stets. Parteigenosse Stets, für die Partei von hinten wie von vorne! Habe noch immer gute englische Stoffe zu zivilen Preisen. Was führt Sie hierher?"
Eine Hand streckte sich mir entgegen. Ich ergriff sie, wobei ich beinahe die Hosen verloren hätte, und nannte meinen Namen.
,, Stets, Schneiderobermeister a. D., Mitglied der Handwerkskammer . Eigentlich Vorsitzender. Stets. Sehr angenehm. Das da" er wies mit nachlässiger Geste auf meine Hose ,, das werde ich nachher gleich mal in Ordnung bringen. Mit ein paar Stichen kriegt sie wieder Sitz. Politisch?"
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,, Ich weiß nicht recht" ich mußte in dem Augenblicke flüchtig an das Mädchen neben mir an der Wand in der Halle denken und an die Warnung vor dem Mikrophon ,, eine Anklage ist mir noch nicht vorgelegt worden, das heißt so allgemein staatsgefährliche Aeußerungen. Einzelheiten erfahre ich hoffentlich am Montag."
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nur
,, Denken Sie! Hier können Sie alt und grau werden, ehe Sie was erfahren. Ich bin verhaftet, weil meine Frau hundertsechzig Eier eingelegt hat. Außerdem hat man bei der Haussuchung zehn Meter Gardinenstoff gefunden, Papier - natürlich und eine Rechnung über sechzehn Meter. Sechs Meter habe ich einer Bekannten ohne Punkte abgegeben. Eine Gans für dreißig Mark haben wir auch gegessen; aber ich glaube, die Papiergardinen sind die Hauptsache, das folgenschwerste Belastungsmoment sozusagen. Ich komme natürlich ins Lager. Als Volksschädling. Na, gute Nacht und kein Bette. Seit Ende November wird mein Fall bearbeitet. Ich soll
2 Berbig: Knast
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