です
Willst du Kramer einen Zettel zuschieben?"
,, Du, das ist gefährlich. Du weißt, was das für mich bedeuten
kann!"
,, Na, dann laẞ man!"
,, Los, versuch es durch die Türritze zu schieben. Du mußt den Bogen knicken und direkt überm Schloß hineinschieben!" Kreibel schiebt aufgeregt den Zettel zwischen Tür und Wand. Er stößt auf Widerstand. An dem Knick in der Türfüllung ist ein kleiner Vorsatz. Immer wieder versucht er es, probiert es mal an dieser, mal an jener Stelle.
,, Du mußt ruhig bleiben, sonst gelingt es nicht!"
Endlich rutscht der Zettel durch.
,, Hast du ihn?" ruft Kreibel.„, Hast du ihn?"
,, Ja! Sei ruhig, schrei nicht so!"
Kreibel hört, wie der Kalfaktor den Zettel durch die Tür der Nebenzelle schiebt und dann eilig weitergeht.
Der Genosse in der Nebenzelle schlägt mit der Faust gegen die Wand. Kreibel schlägt zurück.
Nun betrachte das Alphabet, Genosse, und dann wollen wir uns unterhalten, spricht Kreibel gegen die Wand, hinter der der Gefangene den grauen Zettel studiert.
Am 30. Januar, am Jahrestage der Machtübertragung an Adolf Hitler , betritt mit Wachtmeister Otten der ,, Erlöserengel", Wachtmeister Harden, Kreibels Zelle.
Kreibel bekommt vor Aufregung rote Flecke im Gesicht, und das Herz schlägt ihm im Halse. Bedeutet das seine Entlassung? Starr blickt er auf den Wachtmeister der Kommandantur, der einen großen weißen Zettel in der Hand hält. ,, Packen Sie Ihre sämtlichen Sachen!"
Jawohl, Herr Wachtmeister!"
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