schwere Frühlingsdünste entstiegen ihrer geängsteten Tiefe, das graubraune, messerscharfe, verstorbene Riedgras, Schilf und Binsen am Rande toter Gräben bogen sich im heulenden Wind, nacktes Gestrüpp, stachelige Büsche, gekrümmte, zerzauste Föhren standen weit und verloren wie einsame Posten in der Odnis, ferne, tiefe Wolken rissen sich an ihrem verzackten Geäst die geblähten Bäuche auf und entleerten sich in weißen, fliehenden Streifen ihrer Wasserlast Soweit das Auge reichte: Unfruchtbarkeit, Armut, Einöde. Links glimmerten in langen, hügeligen Reihen die schwarzen Speckwürfel von frisch gestochenem Torf, dahinter ein endloser viereckiger Teppich umgebrochenen Landes, in dessen saurem Boden die Raben vergeblich nach Würmern pickten, ein Teppich, gewoben vom Schweiß der tausend Gefangenen, durchtränkt mit ihren Flüchen, Bitterkeiten und Hoffnungen, ein breites, weites Grab im Moor.
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Rechts lief ein Kanal. Gerade, wie ein tiefer Beilhieb, zog er durch den Boden bis zum Horizont. In seinem trägen Wasser schwammen große, verzerrte Olaugen, Fett der Erde, Sud der Dörfer. Ein Torfkahn trieb herab. Die lange Stoßstange in den Händen, blickte der Bauer auf. Er gewahrte das Kreuz, den Sarg, die Kinder, die Gefangenen und ihre Wächter.
Traurige Fahrt ins Moor. Geflüsterte Worte, brennende Gedanken, Erinnerungen...
Neben dem Zug fuhr langsam das Auto des Kommandanten. An einer Wegkreuzung bog es ab, der
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