beide Hände tief in den Taschen des Mantels ver
graben, und schlenderte durch das Eingangstor auf die Gefangenen zu.
,, Stillgestanden!" ,, Abzählen!"
,, Eins, zwei, drei... sechsundzwanzig, siebenundzwanzig, achtundzwanzig, ohne einen!"
,, Ohne einen!" klang es durch die leere Barackenstadt.
,, Alle?"
,, Und fünf Mann, abkommandiert zum Sargholen." ,, Rührt euch!"
Schweigend warteten die Gefangenen.
Jetzt öffnete sich die Tür der Arrestbaracke mit häßlichem Kreischen, heraus schwankte der Sarg. Er neigte sich über die Stufen vornüber, ein dünner, dürrer Kranz aus Heidekraut rutschte langsam in den Sand unter die Füße der Träger. Der Tote, auf den Schultern seiner Kameraden, trat seine letzte Fahrt an.
Mit brennenden Augen erwartete ihn sein Gefolge. Schritt für Schritt schwankte er näher.
Auf zwanzig Meter Entfernung ging ein Ruck durch die Gefangenen. Ohne Befehl, ohne Kommando hatten sie stramme Haltung eingenommen, mit einer einzigen Bewegung flogen die Käppis von den Köpfen, alle Augen waren auf den Sarg gerichtet barhäuptig, starr und unbeweglich empfingen sie ihren fremden, geliebten Gast.
-
Der Platzmeister, der, am Eingang stehend, diesen Aufzug beobachtet hatte, wandte sich unruhig hin
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