mal die heiteren Zwischenfälle zu schildern, ohne welche ich das alles vielleicht nicht ertragen hätte. Wir haben manch tollen Streich verübt, um zu irgendetwas zu gelangen, in Natzweiler wäre dergleichen entsetzlich hart bestraft worden oder einfach unmöglich gewesen. Nach gewissen Hungerperioden verbrachten wir wieder Tage, an denen unser Magen reichlich gefüllt wurde und uns eigentlich nichts fehlte als die Freiheit.
Zunächst machte ich erst einmal ein recht dummes Gesicht. Ich war als Maler nach Pelters kommandiert, muẞte aber mit dem Gros ausrücken und einige Wochen lang schweren, zähen Lehmboden schippen. Es war kalt, der Lehmbrei lief uns von oben in die Schuhe und Regen und Schnee erschwerten uns erheblich das Dasein. Wir fluchten und schimpften, aber es half alles nichts, die Arbeit mußte getan werden. Man hatte einen größeren Gutshof außerhalb des Ortes zu einem Remonteamt gemacht und nun hieß es, Gelände planieren, Pfahlroste einschlagen und Baracken zur Aufnahme von Pferden zu errichten. Dazwischen mußten noch die Wege hergestellt und das Grundstück entwässert werden. Es war eine Riesenarbeit und das Kommando nur fünfzig Köpfe stark. Überdies lag wohl auch dem Unterscharführer, der uns befehligte, daran, recht schnell aus diesem toten Winkel herauszukommen und er drückte auf das Arbeitstempo.
Einige Wochen später änderte sich mein Los. Einer von den beiden Malern wurde nach Natzweiler zurückgerufen, er sollte zum Waffendienst eingezogen
werden.
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