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Sturz ins Dunkel / Hermann E. Riemer
Entstehung
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mal die heiteren Zwischenfälle zu schildern, ohne welche ich das alles vielleicht nicht ertragen hätte. Wir haben manch tollen Streich verübt, um zu irgend­etwas zu gelangen, in Natzweiler wäre dergleichen entsetzlich hart bestraft worden oder einfach unmög­lich gewesen. Nach gewissen Hungerperioden ver­brachten wir wieder Tage, an denen unser Magen reichlich gefüllt wurde und uns eigentlich nichts fehlte als die Freiheit.

Zunächst machte ich erst einmal ein recht dummes Gesicht. Ich war als Maler nach Pelters kommandiert, muẞte aber mit dem Gros ausrücken und einige Wo­chen lang schweren, zähen Lehmboden schippen. Es war kalt, der Lehmbrei lief uns von oben in die Schuhe und Regen und Schnee erschwerten uns er­heblich das Dasein. Wir fluchten und schimpften, aber es half alles nichts, die Arbeit mußte getan wer­den. Man hatte einen größeren Gutshof außerhalb des Ortes zu einem Remonteamt gemacht und nun hieß es, Gelände planieren, Pfahlroste einschlagen und Baracken zur Aufnahme von Pferden zu errichten. Dazwischen mußten noch die Wege hergestellt und das Grundstück entwässert werden. Es war eine Rie­senarbeit und das Kommando nur fünfzig Köpfe stark. Überdies lag wohl auch dem Unterscharfüh­rer, der uns befehligte, daran, recht schnell aus die­sem toten Winkel herauszukommen und er drückte auf das Arbeitstempo.

Einige Wochen später änderte sich mein Los. Einer von den beiden Malern wurde nach Natzweiler zu­rückgerufen, er sollte zum Waffendienst eingezogen

werden.

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