\ e 5 1 der wenn unser Zeichen ausblieb, es dennoch verstan-
wehr- den, uns etwas zuzustecken. Das hübsche Töchter- » Sich chen einer Familie in Wildersbach werde ich nie ver- gessen, das unter persönlicher Gefahr wie ein wasch- U leer,© echter Indianer sich an das Kellerfenster heran- 1 Lan - pirschte und mir ihre Gabe brachte, während die en die jüngeren Geschwister den Posten in ein Gespräch 1 nun verwickelten und ablenkten. n SS - Leider haben viele dieser Frauen und Mädchen ihre 1 Wer- schöne Menschlichkeit später mit ihrem Leben be- > WUr- zahlen müssen.. Davon wird noch zu reden sein. e, Ma- Während wir nun so im Breuschtal einige Wochen 1 nicht verbrachten, die uns unser furchtbares Schicksal bei- n, ein nahe vergessen ließen, vollzog sich im Lager eine Aber*° Tragödie nach der anderen.
Im Frühjahr hatte man mit dem Bau einer Gas- ımaler kammer auf dem Struthof begonnen, angeblich, um Itoder die Gasmasken der Truppe einer ständigen Kontrolle Kom-- unterziehen zu können. Und fast gleichzeitig damit ns als langte. ein Transport im Lager an, der seiner merk- In Ver- würdigen Zusammensetzung wegen unsere Verwun- leicht} derunghervorrief: er bestand aus neunundfünfzig Ju- wir be- den und siebenundzwanzig Jüdinnen. Eshieß, sie soll- :obach- tensichnachden schlechten Zeiten, die sie inanderen er Zei- Lagern verlebt hätten, hier erst einmal erholen. Na- Essen,} türlich wurden die Jüdinnen isoliert hinter einem be- gaben} sonderen Stacheldrahtzaun untergebracht, dennoch nschaf- hatten wir hin und wieder die Möglichkeit, mit ihnen 1d, wie I zu reden. Unter ihnen waren alle Altersklassen ver- - treten, Fünfzehnjährige so gut wie Fünfzigjährige. sie’oft, Ein Teil von ihnen war recht hübsch, einige sogar
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